Doppelmatte
Schlafsystem & Isomatte Redaktion Outdoorberater Stand 10/2026
Eine Doppelmatte ist eine Isomatte, auf der zwei Personen nebeneinander liegen. Sie ersetzt zwei Einzelmatten — und mit ihnen die Lücke dazwischen, in die nachts eine Schulter rutscht und durch die der Boden kalt bleibt. Die belegten Breiten liegen bei 100 bis 130 Zentimetern gegenüber den rund 50 Zentimetern einer Einzelmatte.
Zwei Bauformen, zwei Zahlenbilder
Als Luftmatte ist eine Doppelmatte die komfortable Lösung: Ein Hersteller nennt für seine 183 × 105 Zentimeter große Fassung 810 Gramm bei R 3,2 und 7 Zentimetern Aufbauhöhe, für die 197 × 130 Zentimeter breite 1.115 Gramm. Entscheidend ist dort eine Konstruktionsangabe, nicht die Gewichtszahl: zwei unabhängige Mattenhälften mit je einem Isomattenventil. Damit entsteht kein Schaukeln, wenn sich einer bewegt, und ein Loch kostet nur eine Hälfte. Ohne diese Trennung ist eine Doppelluftmatte eine gemeinsame Kammer — der leichtere Mensch rollt zum schwereren, und ein Loch legt beide Schlafplätze flach.
Als Faltmatte aus einer Schaumplatte ist sie das Gegenteil: billig, unverwüstlich und dünn. Ein Datenblatt nennt für 200 × 100 Zentimeter bei 0,4 Zentimetern Materialdicke 260 Gramm und R 1,2, bei einer Schaumdichte von 35 Kilogramm je Kubikmeter. Das ist eine Sommer- oder Unterlegmatte, keine Winterlösung.
Was gegen sie spricht
Zwei Einzelmatten lassen sich getrennt verwenden, getrennt ersetzen und mit verschiedenen R-Werten kombinieren; eine Doppelmatte kann das nicht. Dazu kommt der Platz: Eine 130 Zentimeter breite Liegefläche passt nicht in jedes Zelt, das für zwei Personen verkauft wird — ob die eigene Matte in das eigene Innenzelt geht, entscheidet das Datenblatt und nicht die Personenzahl auf der Verpackung.
Eine Abgrenzung gehört dazu, weil das Wort doppelt belegt ist: Bei Hängematten meint „Doppelmatte“ keine Liegefläche für zwei, sondern eine zweite Tuchlage, zwischen die eine Isomatte geschoben wird. Welche Bauart welche Wärmeleistung bringt, steht im Ratgeber zu Isomatten.
