
Sie brauchen einen neuen Rucksack, aber Sie wissen nicht so richtig, welches Modell für Sie ideal wäre? Auf dieser Seite finden Sie ausführliche Informationen rund um das Thema „Rucksack“. Wir zeigen Ihnen, welche unterschiedlichen Rucksacktypen es gibt, worauf Sie beim Rucksackkauf achten müssen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Bei uns sind Sie richtig, wenn Sie einen Rucksack für den täglichen Gang zur Uni, zur Arbeitsstelle oder für den Einkauf benötigen. Wir helfen Ihnen aber auch bei Suche nach einem passenden Daypack für Tagestouren sowie einem Trekkingrucksack für mehrtägige Ausflüge und große Expeditionen. Wir haben uns das gesamte aktuelle Angebot aller wichtigen Rucksackhersteller angeschaut, damit wir Ihnen einen umfassenden Überblick liefern können.
Warum überhaupt ein Rucksack und keine Tasche?
Der Rucksack ist eine geniale Konstruktion, denn er verteilt das zu tragende Gewicht gleichmäßig auf den Rücken bzw. den ganzen Körper. Durch die beiden Schulterriemen findet eine symmetrische Belastung statt, so dass Sie keine Haltungsschäden durch das Tragen des Gewichts ausbilden. Das ist bei Taschen, auch bei den beliebten und schicken Umhängetaschen anders. Sobald das Gewicht eine Seite mehr belastet, bewegen Sie sich schief und damit wird der Bewegungsapparat ungünstig belastet.
Wenn Sie häufig oder über längere Strecken ein größeres Gewicht tragen müssen, ist der Rucksack die ergonomischste Lösung. Große Rucksäcke haben neben den Schultergurten auch noch einen Hüftgurt. Da ein großes Gewicht die Schultern und den Rücken zu sehr belasten würde, wird durch den Hüftgurt die Belastung zu einem erheblichen Teil auf die Hüfte gelenkt. Auf diese Weise wird der Tragekomfort wesentlich verbessert.

Warum der Gurt auf den Knochen gehört
Ein Hüftgurt soll das Gewicht des Rucksacks auf das Skelett bringen — nicht auf die Muskulatur. Dafür gibt es genau eine Stelle: den oberen Rand des Beckenknochens. Ein paar Zentimeter darüber, und die Konstruktion arbeitet gegen sich selbst.
Auf dem Beckenkamm
Der Gurt liegt auf Knochen

Die Polsterung liegt auf dem Knochenrand. Das Gewicht läuft von dort durch das Becken in die Beine, ohne über die Schultern zu gehen.
- Die Last geht
- Durch das Becken in die Beine
Zu hoch
Der Gurt sitzt in der Taille

Über dem Knochen liegt nur Weichteilgewebe. Der Gurt findet keinen Halt, rutscht nach unten oder schnürt ein — und die Last bleibt an den Schultern hängen.
- Die Last geht
- Zurück auf die Schultern
Die Probe ist einfach: Mit den Daumen die Oberkante des Beckenknochens suchen, den Gurt so anlegen, dass seine Mitte darauf liegt, und erst dann schließen. Rutscht er beim Gehen nach unten, ist die Rückenlänge zu lang eingestellt — nicht der Gurt zu locker.

Rucksack Marken
Worauf muss ich beim Rucksackkauf achten?
Es gibt viele unterschiedliche Kriterien, die beim Rucksack auf einer Rolle spielen. Je größer der Rucksack ist und je anspruchsvoller die Aufgaben sind, die Sie mit dem Rucksack bewältigen wollen, desto wichtiger ist der Tragekomfort. Bei einem kleinen Daypack müssen Sie nicht unbedingt darauf achten, dass der Rucksack optimal zu ihrer Körperform passt. Wenn Sie aber einen großen Trekkingrucksack kaufen möchten, sollte der Rucksack möglichst gut zu Ihrem Rücken passen, denn ansonsten bekommen Sie sehr schnell Probleme beim Wandern. In unseren Kaufberatungen erläutern wir Ihnen, wobei es beim Kauf eines Daypack, eines Trekkingrucksacks und eines Schwerlastrucksacks ankommt.
Vier Fragen stehen dabei vor der Marke: welches Rucksackgrößen-Maß zur eigenen Rückenlänge passt, welche Einsatzgebiete überhaupt welches Volumen verlangen, woran sich die Materialien unterscheiden — 1 Denier ist 1 Gramm auf 9.000 Meter — und welche Qualitätsmerkmale sich am Stück selbst prüfen lassen. Der Preis gehört ausdrücklich nicht dazu.
Welcher Rucksacktyp ist für mich optimal?

Zwischen diesen Enden liegen die Typen, nach denen am häufigsten gefragt wird. Der Wanderrucksack ist dabei keine Bauform, sondern eine Einsatzbezeichnung — unter dem Wort verkaufen Hersteller alles von 13 bis 40 Litern. Der Tourenrucksack ist die Klasse für Hüttentour und Wochenende und die erste mit lasttragendem Hüftgurt und verstellbarer Rückenlänge. Beim Kinderrucksack — dem, den das Kind selbst trägt — entscheidet die Rückenlänge des Kindes, nicht seine Körpergröße. Für die Flugreise öffnet der Kofferrucksack umlaufend wie ein Koffer, und für die Ordnung darin sorgt der Packsack als Innensack. Mehr Infos zu den unterschiedlichen Rucksacktypen finden Sie in der gleichnamigen Kategorie.
Daneben steht eine Reihe von Bauformen, die nicht nach Volumen benannt sind, sondern nach dem, was sie tragen sollen. Der Kletterrucksack hat eine aufgeräumte Außenseite, damit nichts im Fels hängen bleibt, der Skitourenrucksack nimmt die Ski diagonal auf, und der Lawinenrucksack trägt ein Airbagsystem — das ersetzt weder Ausrüstung noch Ausbildung. Der Fahrradrucksack sitzt hoch und schmal, damit er in gebeugter Haltung nicht in den Nacken drückt, der Jagdrucksack ist über Geräusch und Sicht definiert statt über Liter, und der Trinkrucksack entsteht um das Trinksystem herum. Für den Schreibtisch unterwegs gibt es den Laptoprucksack mit gepolstertem, vom Boden abgesetztem Fach. Und wo gar kein Packsack mehr hilft, tragen die Kindertrage ein Kind aufrecht im Stützrahmen und die Lastenkraxe sperrige Lasten auf einem Rahmen ganz ohne Packsack.
Ich verstehe nicht, was der Hersteller meint?
In den Kaufberatungen und den Rucksack-FAQ erläutern wir alle gängigen Fachbegriffe, damit Sie beim Rucksackkauf genau wissen, worauf Sie sich einlassen. Wir erklären Ihnen auch, welche Rucksacktypen heute auf dem Markt sind und helfen Ihnen dabei, die richtige Variante für Ihre Bedürfnisse finden.
Wenn Sie eine Weile auf unsere Seite verbracht haben, können Sie als Rucksackprofi in den nächsten Online-Shop oder in das nächste Outdoor-Ladengeschäft gehen, auch wenn Sie noch nie einen Rucksack gekauft haben.
Was gehört bei mehrtägigen Touren in jeden Rucksack?
Wenn Sie mit einem großen Rucksack mehrere Tage oder Wochen unterwegs sind, sollten Sie eine Regenhülle mitnehmen. Kein Rucksackstoff ist auf Dauer dicht, und die Nähte sind es noch weniger.
Dasselbe gilt für die Kleidung am Körper: Eine durchgeschwitzte Basisschicht kühlt in jeder Pause aus. Deswegen sollten Sie bei längeren Touren immer eine Basisschicht zum Wechseln im Rucksack haben.
Wohin das alles im Rucksack gehört, entscheidet über das Tragegefühl mehr als das Modell: Das Schwerste auf Schulterhöhe und nah an den Körper — die Reihenfolge steht im Ratgeber Rucksack richtig packen. Nach der Tour gilt beim Reinigen vor allem eines: Ein Rucksack darf niemals in die Waschmaschine, die Beschichtung überlebt das nicht — wie es stattdessen geht, steht in der Pflege.
Für die Flugreise stellt sich die Frage überhaupt anders: Dort konkurriert der Rucksack mit zwei anderen Bauformen, und welche davon zu welchem Gepäck passt, vergleicht Seesack oder Rucksack.
Warum sollte ich meinen Rucksack vor einer Tour wiegen?

Ich bin Ultralight-Fan. Wo finde ich den leichtesten Rucksack?
Zweifellos ist dieses Thema relevant beim Rucksackkauf, aber es wird auch, gerade bei den größeren Trekking- und Schwerlastrucksäcken deutlich, dass das Gewicht nur einer von vielen Faktoren ist. Wenn Sie sich von vornherein auf ein Modell festlegen, dass den Ultralight-Ansprüchen genügt, übersehen Sie vielleicht den Rucksack, der für Sie aufgrund der Passform und des Tragekomforts am besten geeignet ist, obwohl er eine relativ hohes Eigengewicht hat. Beim Rucksackkauf sollten Sie deswegen zuerst schauen, welches Modell am besten zu Ihnen passt und dann Faktoren wie das Eigengewicht, den Preis und die Ausstattung des Rucksacks prüfen.
Auf welche Qualitäten soll ich beim Rucksackkauf achten?
Robustheit
Ein Rucksack muss so konstruiert sein, dass er ein relativ hohes Gewicht transportieren kann, ohne dass die Konstruktion in Mitleidenschaft gezogen wird. Das Material muss so beschaffen sein, dass es auch bei extremen Belastungsspitzen nicht reißt. Wenn Sie beispielsweise in einem Alltagsrucksack einen schweren Aktenordner transportieren, sollte der Rucksack das schadlos überstehen, auch wenn die Ecken des Ordners den Rucksack deutlich ausbeulen. Für die Robustheit ist aber nicht nur die Qualität des Materials maßgeblich, sondern auch die Verarbeitung. Insbesondere ist es wichtig, dass die Nähte sehr stabil sind, denn es handelt sich um potenzielle Schwachstellen.
Tipp: Das beste Material hilft nichts, wenn die Verarbeitung nicht auch erstklassig ist!
Haltbarkeit
Ein Rucksack sollte möglichst wenig altern. Insbesondere ist es wichtig, dass die verwendeten Materialien nicht UV-empfindlich sind. Bei billigen Rucksäcken stellt man manchmal fest, dass die Farben nach längerem Gebrauch ausblassen. Dieser Effekt hängt vor allem mit der Sonneneinstrahlung zusammen. Ein Outdoorprodukt sollte aber so beschaffen sein, dass es nicht von der Sonne beschädigt wird. Bei den Top-Rucksäcken auf dem Markt achten die Hersteller z.B. auch darauf, dass die Nahtmaterialien UV-fest sind. Wenn das nicht der Fall ist, kann es sein, dass ein Rucksack schon nach wenigen Jahren aus „unerklärlichen Gründen“ das erste Loch aufweist.
Wichtiger Hinweis: Wenn die Farbe verblasst, muss das nicht unbedingt darauf hindeuten, dass die Haltbarkeit des gesamten Rucksacks beeinträchtigt ist.
Tipp: Haltbare Rucksäcke aus Top-Materialien sind vielleicht ein bisschen teurer, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist deutlich besser als bei billigen Modellen, die schon nach dem ersten Sommer auseinander fallen.
Niedriges Rucksackgewicht
Wenn es nur darum ginge, einen möglichst robusten und haltbaren Rucksack herzustellen, wäre die Aufgabe für die Rucksackhersteller deutlich einfacher. Allerdings ist auch das Rucksackgewicht ein relevanter Faktor, der mit zunehmender Rucksackgröße bedeutender wird. Bei einem Rucksack mit über 100 Liter Packvolumen kann das Gewicht durchaus bei bis zu 5 Kilogramm liegen. Wenn es dann ein Hersteller schafft, einen Rucksack gleichen Volumens mit einem Gewicht von 2,5 Kilogramm zu konstruieren, ist das ein deutlicher Pluspunkt. Durch die Ultraleicht-Bewegung hat sich gerade bei großen Rucksäcken in den letzten Jahren einiges getan.
Das Verbesserungspotenzial bei den sehr großen Rucksäcken ist auch deswegen so groß, weil diese Rucksäcke zu einem großen Teil für das Militär entwickelt wurden. Beim Militär zählt aber traditionell die Robustheit mehr als das Gewicht. In der modernen Outdoor-Bewegung ist das Produktgewicht hingegen einer der wichtigsten Faktoren. Es gibt, nicht nur bei den Rucksäcken, unzählige Outdoor-Produkte, die gewichtsoptimiert sind.
Rucksackfarbe
Für die meisten Rucksack-Käufer spielt die Farbe eine wichtige Rolle. Meist geht es dabei allerdings nur um den persönlichen Geschmack. Anders ist das bei Jägern, Naturfotografen und Forschern, die möglichst unauffällig in der Natur unterwegs sein möchten. Für diese Zielgruppen muss der Rucksack an die Landschaft angepasst sein, also z.B. grün, braun oder sandfarben sein. Ansonsten dominieren bei den Rucksäcken starke Farben wie Schwarz, Rot und Blau. Allerdings gibt es z.B. bei Alltags- und Kinderrucksäcken noch deutlich mehr Farben zur Auswahl als im Trekkingbereich. Die heute verwendeten Materialien sind hinsichtlich der Farbgebung kaum beschränkt. Es sind eher die Hersteller, die durch ihre Produktpaletten für eine Beschränkung sorgen.
Das Tragesystem
Das Tragesystem ist der Teil des Rucksacks, der in der Regel am längsten hält. Es kommt relativ selten vor, dass ein Tragesystem bricht. Wenn das doch einmal der Fall ist, lag meist eine Überlastung vor. Deswegen ist es wichtig, die Angaben des Herstellers zum maximalen Transportgewicht zu beachten. Bei Tragesystemen kommen vor allem Kunststoff und Aluminium als Materialien zum Einsatz. Weniger gebräuchlich ist Stahl. Bei sehr alten Rucksäcken und Lastenkraxen findet man z.T. auch Gestelle aus Holz.
Fjällräven ist einer der wenigen Hersteller, der auch heute noch (oder wieder) Holz verwendet. Der schwedische Hersteller baut seit ein paar Jahren bei einigen Rucksack-Modellen die Gestelle aus hochwertigem finnischen Birkenholz.
Schnallen, Accessoires & Co.
Ein Rucksack besteht nicht nur aus einem Tragesystem und Stoff, sondern auch aus Schnallen und diversen anderen Accessoires. Die Haltbarkeit dieser Kleinteile ist in der Regel sehr gut, aber es kann trotzdem passieren, dass eine Schnalle z.B. bei einem Sturz beschädigt wird. Das ist jedoch kein großes Problem, denn es gibt diverse Hersteller, die Schnallen und andere Rucksackteile einzeln verkaufen. Auch wenn nicht immer das Originalteil erhältlich ist, stellt es in der Praxis meist kein Problem dar, eine Schnalle oder einen Gurthalter zu ersetzen.
Tipp 1: Wenn das defekte Teil eingenäht ist, kann ein guter Schneider oder auch ein Schuhmacher in der Regel beim Austausch helfen.
Tipp 2: Bei längeren Touren sollten immer ein paar Ersatzschnallen im Rucksack sein.
Ist es sinnvoll, einen Rucksack im Internet zu bestellen?
Bevor Sie einen Rucksack kaufen, sollten Sie unbedingt ausprobieren, ob der Rucksack zu Ihrem Körper passt. Bei einem Daypack ist das nur bedingt erforderlich, aber bei Trekking- und Schwerlastrucksäcken ist ein gründlicher individueller Test die Voraussetzung für eine gute Rucksackwahl. In guten Outdoor-Geschäften können Sie beladene Rucksäcke testen. Aber in einem Ladengeschäft haben Sie immer nur eine begrenzte Auswahl zur Verfügung. Zudem sind Sie auf das Entgegenkommen des Verkäufers angewiesen beim Testen.
Wenn Sie einen Rucksack in einem Online-Shop bestellen, können Sie den Rucksack zuhause in aller Ruhe beladen und testen. Sie haben 14 Tage Zeit, innerhalb derer Sie den Kauf rückgängig machen können. Wenn Sie bei einem Online-Shop bestellen, der einen Kauf auf Rechnung ermöglicht, müssen Sie nicht einmal in Vorleistung gehen. Den Kaufpreis bekommen Sie nach dem Widerruf in jedem Fall zurück. Für das Rückporto gilt das aber nur, wenn der Shop Sie nicht darüber unterrichtet hat, dass Sie es tragen — so steht es in § 357 Abs. 5 BGB. Eine Wertgrenze gibt es nicht: Die früher verbreitete 40-Euro-Regel ist am 13. Juni 2014 ersatzlos entfallen. Viele Shops übernehmen die Rücksendung freiwillig, verbindlich ist allein die Widerrufsbelehrung. Sie können auch mehrere Rucksäcke bestellen, um zuhause einen Vergleich vorzunehmen. Wenn Sie mehrere Rucksäcke nacheinander ausprobieren möchten, sollten Sie entsprechend früh anfangen, damit Sie bis zu Ihrer Tour den passenden Rucksack haben.
Ich brauche einen großen, belastbaren Rucksack, will/kann aber nicht viel Geld ausgeben. Was soll ich tun?

Ich möchte einen Rucksack verschenken. Was muss ich beachten?
Wenn Sie einen Daypack oder einen anderen kleinen Rucksack verschenken möchten, ist das relativ unproblematisch, denn es ist keine besondere Anpassung an den Körper des Rucksackträgers erforderlich. Bei Trekking- und Schwerlastrucksäcken sieht die Sache aber anders aus, denn auch wenn Sie den teuersten Rucksack auf dem Markt kaufen, ist das keine Garantie, dass der Rucksack dem Beschenkten passt. Hinzu kommen auch noch andere individuelle Kriterien wie Farbe und Form, die Sie nicht unterschätzen sollten. Sie sollten sich lieber für einen Gutschein oder ein Geldgeschenk entscheiden, denn der Rucksackkauf ist eine sehr individuelle Geschichte und die Chance ist groß, dass Sie mit einem geschenkten Rucksack daneben liegen. Wenn Sie trotzdem nicht widerstehen könnten, sollten Sie den Rucksack entweder kurzfristig im Internet bestellen, damit Sie das Widerrufsrecht bei Nichtgefallen nutzen können, oder aber beim Kauf in einem Ladengeschäft klären, dass eine Rückgabe bei Nichtgefallen problemlos möglich ist.



