Hoodie Beratung & Ratgeber
Unter den Outdoorjacken der Grenzfall: kein Wetterschutz, sondern eine Zwischenschicht mit Kapuze.
Es gibt Kleidungsstücke, die praktisch sind, und es gibt Kleidungsstücke die gut aussehen. Und dann gibt es noch diese absoluten Lieblingsstücke, die wir ständig tragen und von denen wir uns am liebsten nie wieder trennen würden. Zu denen gehört oft ein gemütlicher Hoodie – eines der vielseitigsten Kleidungsstücke überhaupt. Er eignet sich perfekt zum Sport und ist auch im Alltag ein treuer Begleiter. Ob beim Wandern, beim Spaziergang durch die Stadt oder abends auf dem Sofa: Der Hoodie ist aus unserem Leben einfach nicht mehr wegzudenken.
Was genau ist eigentlich ein Hoodie?
Der Hoodie wird auch Kapuzenpullover genannt. Charakteristisch ist sein sportlich-legerer Schnitt und die Kapuze, die sich oft mit Hilfe eines Kordelzugs verstellen und fixieren lässt. Anstatt mit einer Kapuze sind einige Hoodies mit einem weiten, hoch abschließenden Rollkragen ausgestattet – auch hier kommt häufig ein Kordelzug zum Einsatz. Bei vielen Modellen gehört eine Kängurutasche am Bauch zur Ausstattung. Hier können nicht nur die Hände bei kalten Temperaturen gewärmt werden. Sie dient auch zum Verstauen von wichtigen Kleinigkeiten, auf die Sie unterwegs schnell zugreifen möchten. Alternativ gibt es auch Hoodies, die mit zwei klassischen Seitentaschen ausgestattet sind.
Der Name Hoodie stammt vom englischen Wort „hood“, was übersetzt unter anderem Kapuze bedeutet. Die ersten Hoodies wurden bereits in den 30er-Jahren produziert. Bis heute gehören sie zu den beliebtesten Kleidungsstücken weltweit. Der Hoodie dient in erster Linie dazu, den Körper warmzuhalten. Das gilt sowohl beim Sport als auch im Alltag. Der Fokus liegt dabei auf einem hohen Tragekomfort und hautfreundlichen Materialien. Klassische Hoodies werden über den Kopf gezogen und haben dementsprechend keinen Frontreißverschluss. Mittlerweile gibt es aber unzählige Schnitte und Variationen, sodass für jeden Geschmack das Richtige dabei ist. Viele Hersteller nutzen Hoodies gerne, um ihr Markenlogo prominent zu platzieren.
Wann kommt der Hoodie zum Einsatz?
Der Hoodie ist unglaublich vielseitig und eignet sich für eine Vielzahl von (Outdoor-)Sportarten. Dazu gehören beispielsweise Wandern, Trekking, Inlineskaten, Reiten oder Joggen. In der Regel ist das Material ziemlich robust, sodass der Hoodie unter anderem auch für den Bergsport geeignet ist. Viele Sportler verzichten bei wärmeren Temperaturen auf eine Jacke und greifen stattdessen zum Kapuzenpullover.
Der Hoodie eignet sich auch perfekt zum Aufwärmen. Viele Sportler nutzen das Kleidungsstück, um ihre Muskeln beispielsweise im Fitnessstudio, beim Yoga oder beim Kampfsport für das eigentliche Training zu erwärmen. Auch nach dem Sport ist der Hoodie schnell übergezogen, sodass wir gar nicht erst anfangen zu frieren und uns keine Erkältung zuziehen.
Mindestens genauso gerne wie beim Sport wird der Hoodie aber auch in der Freizeit getragen. Zum einen ist er dank des legeren Schnittes und der angenehm weichen Materialien einfach gemütlich und eignet sich perfekt für einen Abend vor dem Fernseher. Dazu kommt, dass er aufgrund seines modernen Styles und seiner Lässigkeit einfach gut aussieht und deshalb aus der Alltagsmode nicht mehr wegzudenken ist. Wenn es nicht gerade in ein schickes Restaurant oder ein Businessmeeting geht, sind Sie mit einem Hoodie einfach immer gut und richtig angezogen.

Was der lange Flor leistet
Fleece dämmt nicht durch sein Material, sondern durch die Luft, die es festhält. Je länger und lockerer der Flor, desto mehr Luft steht — und desto weniger Material braucht es für dieselbe Wärme.

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Die Luft zwischen den Fasern dämmt
Nicht die Faser hält die Wärme, sondern die stehende Luft in ihren Zwischenräumen. Ein langer Flor schließt mehr davon ein als ein kurzer.
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Die Grundbahn hält alles zusammen
Sie ist dünn und dicht und trägt den Flor. Ihre Festigkeit bestimmt, wie lange das Gewebe hält — der Flor selbst trägt dazu nichts bei.
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Offene Oberfläche, kein Windschutz
Die Lufträume, die wärmen, stehen nach außen offen. Wind bläst sie in Sekunden leer — deshalb braucht Hochflorfleece im Freien fast immer eine Lage darüber.
Das Flächengewicht ist dabei die ehrlichere Zahl als die Florhöhe: Zwei Stoffe mit gleich langem Flor können verschieden dicht sein, und dann dämmt der schwerere mehr. Wer vergleichen will, vergleicht Gramm je Quadratmeter — nicht Millimeter.

Welche Vorteile bietet ein Hoodie?
Der größte Vorteil eines Hoodies ist seine unglaubliche Vielseitigkeit. Er eignet sich perfekt für verschiedenste Sportarten, sieht immer gut aus und ist im Alltag schnell angezogen. Die weichen, hautfreundlichen Materialien halten den Körper warm und bieten Schutz vor Kälte, Wind und sogar leichtem Regen. Die Kapuze ist dabei ein besonders Plus: Wenn das Wetter schlechter wird, kann sie einfach über den Kopf gezogen und bei Bedarf mit dem Kordelzug fixiert werden. Das Material ist robust genug, um auch beim Outdoorsport zu bestehen und bei richtiger Pflege büßt der Hoodie über Jahre hinweg nicht an Farbe, Form und Funktionalität ein.
Aus welchen Materialien werden Hoodies hergestellt?
Die meisten Hoodies werden aus Baumwolle hergestellt – meist jedoch nicht aus 100 Prozent. Bei vielen Modellen handelt es sich um ein Mischgewebe mit Baumwolle als Hauptbestandteil und einem Anteil an Kunstfasern. Der Kunstfaseranteil sorgt dafür, dass die funktionalen Eigenschaften des Hoodies gewährleistet werden.
Besonders warm und kuschelig sind Kapuzenpullover aus Fleece oder Wolle. Hoodies aus Fleece bieten zudem eine hohe Winddichtigkeit und sind besonders hautfreundlich. Genau wie die Baumwoll-Variante wird auch bei Modellen aus Fleece oder Wolle in der Regel ein Kunstfaseranteil beigemischt. Einige Hoodies verfügen über eine zusätzliche Schicht, die in den Kapuzenpullover wie eine Art Futter eingenäht wird. Dabei handelt es sich in der Regel um Kunstfaser oder Seide. Die Extraschicht wirkt zusätzlich wetterabweisend und soll den Träger vor Wind und Kälte schützen.
Wie finde ich den richtigen Hoodie?
Die Auswahl an Hoodies auf dem Markt ist riesig. Es dürfte wohl kaum einen Hersteller geben, der nicht verschiedene Varianten des beliebten Kapuzenpullovers im Sortiment hat. Das Überangebot macht die Suche nach dem richtigen Hoodie oft schwierig. Gleichzeitig hat es aber auch den Vorteil, dass für sämtliche Ansprüche das perfekte Modell erhältlich ist. Vor dem Kauf sollten Sie sich folgende Fragen beantworten: Sitzt der Hoodie bequem, kann ich mich gut bewegen und meine Arme in alle Richtungen ausstrecken? Spendet der Hoodie ausreichend Wärme oder ist er für meine Bedürfnisse vielleicht sogar zu warm? Fühlt sich das Material auf meiner Haut angenehm an?
Machen Sie sich außerdem Gedanke, zu welchen Gelegenheiten der Hoodie vorrangig zum Einsatz kommt. Für sportliche Aktivitäten eignet sich beispielsweise ein Modell aus Fleece besonders gut. Für den Alltag bietet sich die klassische Baumwoll-Variante mit aufgerauter Innenseite an – sie ist besonders gemütlich und kuschelig. Ob Sie Kängurutaschen oder reguläre Seitentaschen bevorzugen, hängt von Ihrem ganz persönlichen Geschmack ab.
Praktisch sind auch Daumenlöcher an den Ärmelbündchen. Sie sorgen dafür, dass der Hoodie auch in Bewegung optimal sitzt und verhindern das Eindringen von kaltem Wind. Außerdem sorgen sie dafür, dass Handschuhe mühelos über den Saum gezogen werden können. Wenn Sie leicht ins Schwitzen geraten oder den Hoodie gerne bei schweißtreibenden Aktivitäten tragen, sollten Sie sich die Modelle mit Reißverschlüssen am Kragen oder unterhalb der Achseln genauer ansehen – diese sorgen für eine optimale Belüftung, wenn die Temperaturen steigen.
Die richtige Pflege von Hoodies
Unabhängig vom Material sollten Sie sich unbedingt mit den Anweisungen auf dem Pflegeetikett vertraut machen, das im Inneren des Hoodies eingenäht ist. Einer der vielen Vorteile des Kapuzenpullovers ist aber seine unkomplizierte Pflege. Das gilt vor allem für die klassische Baumwoll-Variante. In der Regel reichen Waschtemperaturen um die 40 Grad aus, um Schmutz und Keime zu entfernen. Niedrige Temperaturen haben außerdem den Vorteil, dass jede Menge Energie gespart wird. Verwenden Sie für farbige Hoodies Buntwaschmittel. Für dunklere Farben empfiehlt sich ein spezielles Mittel für dunkle Wäsche. Dieses verhindert, dass der Hoodie nach mehreren Wäschen abgetragen oder ausgebleicht aussieht. Weiße und sehr helle Kapuzenpullover sollten mit Waschmittel für weiße Wäsche und bei Bedarf mit Wäsche-Weiß behandelt werden, um Grauschleier oder Gelbstiche zu entfernen.
Auch Hoodies aus Fleece sind relativ pflegeleicht. Dennoch empfiehlt sich für Funktionsmaterialien grundsätzlich ein Spezialwaschmittel, das im Fachhandel oder in gut sortierten Drogeriemärkten erhältlich ist. Wenn Sie dieses nicht zur Hand haben, können Sie aber auch ohne Probleme zu einem milden Flüssigwaschmittel greifen. Damit das Fleecematerial auf Dauer flauschig bleibt, sollten Sie allerdings auf Weichspüler verzichten. Auch Wäschetrockner und der Schleudergang können dem Material längerfristig schaden.
Hoodies aus Wolle benötigen dagegen etwas mehr Pflege. Die Schuppenschicht der Naturfaser reagiert empfindlich auf mechanische Reize und kann bei falscher Handhabung beschädigt werden. Wählen Sie deshalb immer den schonenden Wollwaschgang oder das Handwäsche-Programm. Bei sehr teuren Stücken empfiehlt es sich sogar, den Hoodie per Hand in lauwarmem Wasser zu reinigen. Auf keinen Fall sollten Sie Textilien aus reiner Wolle in den Wäschetrockner stecken.
Wo der Hoodie in die Schichtung passt
Der Hoodie ist im Schichtensystem eine Isolationsschicht — und zwar eine, die sich in zwei Punkten von einer Fleecejacke unterscheidet.
Erstens hat er eine Kapuze, die unter einer Jacke getragen werden kann. Das ist mehr als ein Detail: Über den Kopf geht ein erheblicher Teil der Wärme verloren, und eine zweite Kapuze unter der Jackenkapuze ist bei Wind wirksamer als eine dickere Jacke.
Zweitens ist er meist als Überzieher ohne durchgehenden Reißverschluss geschnitten. Das spart Gewicht und Material, nimmt aber die Möglichkeit, die Wärme beim Aufstieg zu regulieren — man kann ihn nur ganz ausziehen. Varianten mit halblangem Reißverschluss am Hals lösen das teilweise.
Daraus folgt der Einsatzbereich: Der Hoodie ist stark als wärmende Schicht für Pausen, für das Lager und für kühle Etappen bei gleichmäßiger Belastung. Für Touren mit starkem Wechsel zwischen Anstrengung und Stehen ist eine Jacke mit Reißverschluss die praktischere Isolationsschicht.
Die Materialfrage entscheidet über die Eignung
Beim Hoodie ist die Materialwahl folgenreicher als bei anderen Kleidungsstücken, weil der Begriff Alltags- und Tourenstücke umfasst.
Baumwolle ist für Touren ungeeignet. Sie speichert Feuchtigkeit, trocknet sehr langsam und entzieht dem Körper im feuchten Zustand Wärme. Ein durchgeschwitzter Baumwoll-Hoodie am Gipfel ist ein Kältethema und kein Komfortthema.
Fleece ist die Standardlösung für Touren: leicht, isolierend, feuchtigkeitsunempfindlich, schnell trocknend. Sein Nachteil ist die Winddurchlässigkeit — mehr dazu im Glossareintrag zu Fleece.
Merinowolle und Mischungen mit Wollanteil riechen weniger, fühlen sich auch feucht wärmer an und sind angenehmer auf der Haut. Sie trocknen langsamer als Kunstfaser und sind empfindlicher in der Wäsche.
Kunstfasermischungen mit Elastananteil sind beweglich und formstabil, isolieren aber weniger als ein vergleichbar schweres Fleece.
Grammatur: die Zahl, die man kennen sollte
Bei Hoodies und Fleecestücken steht oft eine Angabe in Gramm je Quadratmeter, und sie ist aussagekräftiger als jede Produktbezeichnung.
Niedrige Werte um 100 bis 150 bedeuten ein dünnes Stück für die Zwischenschicht oder für warme Tage. Werte um 200 sind der verbreitete Standard für eine Isolationsschicht. Werte über 300 gehören zu dicken Stücken für Kälte und für das Lager — sie packen entsprechend groß.
Die Zahl beschreibt das Flächengewicht und damit näherungsweise die Dämmwirkung, aber nicht die Winddichte. Ein dickes Fleece ohne Windschutz verliert bei Wind einen großen Teil seiner Wirkung, während ein dünnes unter einer winddichten Schicht erstaunlich warm hält. Die Werte der einzelnen Schichten addieren sich dabei nicht einfach.
Worauf bei der Kapuze zu achten ist
Die Kapuze ist das Merkmal, das den Hoodie definiert, und sie ist nicht bei jedem Modell für den Tourengebrauch gemacht.
Brauchbar ist eine Kapuze, die unter einer Jacke flach anliegt und im Nacken nicht wulstig aufträgt. Ein breiter, weicher Kragen stört unter dem Jackenkragen und drückt unter dem Rucksack.
Ein Kordelzug hilft bei Wind, ist aber unter einer Jacke eher im Weg. Modelle für Touren verzichten darauf und formen die Kapuze stattdessen anliegend, teils mit einem elastischen Rand.
Und die Schnittlänge: Ein Hoodie, der unter dem Rucksackhüftgurt endet, rutscht hoch und lässt den Rücken frei. Für Touren ist ein längerer Schnitt mit schmalem Bund die bessere Wahl.


