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OCK Bekleidung & Jacken Beratung

Markenlogo OCK

Unter diesem Namen stehen heute 56 Artikel, nachgezählt im Markenfilter des Shops, dem die Marke gehört (abgerufen am 8. Oktober 2026, Farbvarianten einzeln gezählt): 45 Kleidungsstücke, 8 Schuhe und 3 Ausrüstungsteile. Die 8 Schuhe sind ausnahmslos Sandalen, die 3 Ausrüstungsteile ein vierteiliges Campingset, eine Isolierflasche und eine Regenhülle. Zelte, Schlafsäcke, Rucksäcke, Reisegepäck und Winterschuhe gibt es als eigenständige Artikel nicht, und die 41 verschiedenen Produktbezeichnungen sind durchweg Gattungsnamen wie „Hardshelljacke Herren" – eine Baureihe, die man über zwei Saisons verfolgen könnte, fehlt.

Der tragende Teil des Programms liegt nicht bei der Oberbekleidung, sondern direkt auf der Haut: 13 der 56 Artikel bestehen aus Merinowolle, elf davon vollständig, und dort steht auch die einzige Herkunftsangabe des Programms. Zwei Zahlen gehören daneben. Die erste: 54 der 56 Artikel sind herabgesetzt und zeigen eine durchgestrichene Preisempfehlung; nur eine Funktionsunterhose steht, in zwei Farben, noch zum regulären Preis. Die zweite: Kein einziger Artikeltext nennt eine Membran, eine Lagenzahl, ein Flächengewicht oder ein Prüfverfahren.

56 Artikelim Markenfilter am 8. Oktober 2026, davon 45 Kleidung, 8 Sandalen, 3 Ausrüstung
10 von 45Kleidungsstücken nennen eine Wassersäule, und zwar 3.000, 8.000 oder 10.000 mm
22 von 56Artikeln sind als atmungsaktiv beschrieben, ohne dass irgendwo ein Wert dazu steht
13 von 56Artikeln bestehen aus Merinowolle, elf davon zu 100 Prozent

Das Programm, Rubrik für Rubrik

Die Rubrikleiste der Bekleidungsabteilung zählt 17 Jacken, 15 Hosen, 7 Shirts, 6 Teile Unterwäsche, 4 Mäntel und 3 Paar Socken; die Summe liegt über 45, weil einzelne Artikel in zwei Gruppen stehen. 32 Artikel sind Damenschnitte, 30 Herrenschnitte, und 51 der 56 ordnet der Filter der Sportart Wandern zu. Die Preisklasse unten ordnet innerhalb des Programms ein, nicht am Markt.

WarengruppeArtikelMaterial laut Artikeltextveröffentlichter Kennwertfür wenPreisklasse im Programm
Jacken17100 % Polyester, Softshell mit 6 % Elastan10.000 mm an zwei Hardshells, 8.000 mm an der RegenjackeWandern und Alltag bei Regen€ bis €€
Mäntel und Parkas4100 % Polyester, einer wattiert10.000 mm bei drei; beim vierten „wasserfest" ohne ZahlKälte abseits der Tour€€
Hosen1590 % Polyamid mit 10 % Elastan, teils 65/35 Polyester-Baumwolle10.000 mm an den Radmodellen, 3.000 mm an den ÜberziehhosenWandern, Rad, Überzug€
Shirts, Wäsche und Socken16elf Artikel 100 % Wolle (Merinowolle)keiner – weder Grammatur noch FaserfeinheitBasisschicht ganzjährig€
Schuhe8sieben ohne jede MaterialangabekeinerSommerweg, Wasser, Hütte€
Ausrüstung3Campingset ganz aus PolyesterIgluzelt 800 mm, Schlafsack 950 g, Matte 1,15 kgFestival, erster Versuch€

Welche Kennwerte dieses Programm veröffentlicht – und welche nicht

Die Wassersäule steht auf zehn von 45 Kleidungsstücken. Drei Werte kommen vor: 10.000 mm an beiden Hardshelljacken, an drei Parkas und an den beiden dreiviertellangen Rad-Regenhosen, 8.000 mm an der einzigen Regenjacke, 3.000 mm an den beiden Regen-Überziehhosen. Eine Prüfnorm nennt keiner der 56 Artikeltexte – ISO 811 kommt nirgends vor; was die Zahl aussagt, erklärt die Wassersäule. Neun Artikel heißen ausdrücklich wasserdicht oder wasserfest, acht davon nennen auch einen Wert – der vierte Parka mit „wind- und wasserfesten Eigenschaften" und verschweißten Nähten nennt keinen.

Eine Falle im Namen. Zwei Artikel heißen „Regenhose Herren", tragen dieselbe Farbbezeichnung und sind verschiedene Produkte: eine dreiviertellange Rad-Regenhose aus 100 % Polyamid mit 10.000 mm und eine meshgefütterte Überziehhose mit 3.000 mm, ca. 108,5 cm lang in Größe 50. Bei den Damenmodellen wiederholt sich das Paar. Unterscheiden lassen sie sich nur an der Artikelnummer – bei mehr als dreifachem Abstand im einzigen veröffentlichten Kennwert. Welche Grenzwerte für welchen Einsatz tragen, steht im Ratgeber zur Regenhose.

Zur Atmungsaktivität gibt es kein einziges Zahlenpaar. 22 der 56 Artikel sind als atmungsaktiv beschrieben, von der Hardshelljacke bis zum Merinoshirt, einen RET-Wert nach ISO 11092 führt keiner davon, und eine Dampfdurchgangsrate mit Prüfnorm steht ebenfalls nirgends. Keine dieser Jacken lässt sich damit gegen eine Jacke mit veröffentlichtem Wert stellen. Was die beiden Normen messen, trennt Wassersäule und Atmungsaktivität.

Infografik
Outdoor Beratung und Ratgeber
Atmungsaktivität

RET: welche Zahlen in einer Norm stehen — und welche nicht

RET misst den Widerstand gegen Wasserdampf: je niedriger, desto weniger staut sich. Gemessen wird nach ISO 11092 — bewertet wird dort nicht. Beide Skalen unten beanspruchen dieselbe Größe.

Normativ EN 343:2019, Schutzkleidung gegen Regen

Branchenkonvention in keiner Norm auffindbar

„The test conditions used in this International Standard are not intended to represent specific comfort situations, and performance specifications in relation to physiological comfort are not stated."

ISO 11092:2014, Abschnitt 1 „Scope", letzter Absatz

RET ist ein Widerstand

Wasserdampf-Druckunterschied geteilt durch den Verdunstungs-Wärmestrom. Eine kleinere Zahl heißt: weniger Widerstand, mehr Durchlass.

Gemessen wird an einer heißen Platte

Das „Hautmodell" hält 35 °C und verdunstet Wasser durch eine Membran. Gemessen wird die Heizleistung — kein flüssiges Wasser berührt den Stoff.

Nur der stationäre Zustand

Die Norm beschreibt ausdrücklich Gleichgewichtsbedingungen. Schwitzen am Anstieg, Windböen und Kleidungswechsel bildet sie nicht ab.

RET und g/m²/24 h sind nicht umrechenbar

MVTR kommt aus dem Becherverfahren. Am selben Stoff liefern fünf Verfahren systematisch verschiedene Zahlen — die Rangfolge ist belegt.

Klassengrenzen nach EN 343:2019; die Ret-Werte dieser Fassung sind über mehrere übereinstimmende Fachquellen belegt, der Normtext selbst lag nur als Entwurf von 2017 vor (dort 40 / 20 / 10). Die untere Skala steht weder in ISO 11092 noch in einer Hohenstein-Veröffentlichung; sie wird hier gezeigt, weil sie im Handel verbreitet ist — nicht, weil sie eine Grundlage hätte.

Mit KI-Unterstützung erstellt Schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung.

Woher die Dichtigkeit kommt, bleibt offen. Kein Artikeltext nennt eine Membran, kein Laminat und keine Lagenzahl; die Hardshelljacken führen „versiegelte Nähte" und „100 % Polyester". Ob hinter den 10.000 mm eine Membran oder eine Beschichtung steckt, bleibt offen, und damit fällt die Einordnung nach Lagenaufbau weg, die bei einer Hardshelljacke sonst mehr über die Haltbarkeit sagt als der Grenzwert.

Statt Flächengewichten gibt es Längenmaße. Ein Flächengewicht (g/m²) nennt kein Artikeltext, ein Teilegewicht auch nicht – gewogen werden nur die drei Teile des Campingsets. Dafür stehen an sechs Kleidungsstücken Längen mit Bezugsgröße: 82 cm Rückenlänge an der Regenjacke in L, 75 cm an einer Herren-Fleecejacke in M, 60 cm an einer Damen-Fleecejacke in Größe 38, dazu drei Hosenlängen von 106 bis 110,5 cm.

Die Merinowäsche – der belastbarste Teil des Programms

13 Artikel bestehen aus Merinowolle: sieben Funktionsshirts mit kurzem und langem Arm, drei lange Unterhosen, zwei Slipformen und ein Sockenmodell. Elf sind mit „100 % Wolle (Merinowolle)" ausgewiesen, ein Shirt mischt 30 % Polyester dazu, die Socken kommen auf 42 %. Sieben der 13 Artikeltexte nennen die Wolle ausdrücklich frei von Mulesing, und ein nahezu nahtloses Herrenshirt trägt als einziger Artikel des Programms die Angabe „Made in Germany" – bei einer Eigenmarke, deren Lieferanten von Saison zu Saison wechseln können, die ungewöhnlichste Zeile im Sortiment.

Auf keinem der 13 Artikel stehen trotzdem genau die beiden Angaben, über die Merinowäsche sonst verglichen wird: keine Faserfeinheit in Mikron (Faserfeinheit bei Wolle) und keine Grammatur. Ob ein Shirt ein dünnes Sommerstück oder eine kräftige Winterlage ist, steht nirgends. Wofür die Lage zuständig ist, ordnet die Basisschicht (Baselayer) ein, die Auswahlkriterien stehen im Ratgeber zur Funktionsunterwäsche.

Technologienamen, die auf den Artikeln kaum vorkommen

Die Marke führt mit Dynafunc eine eigene Materialbezeichnung, die ihre Funktionsbekleidung in Stufen einteilt. In der Markenbeschreibung steht sie genau einmal; auf keinem der 56 Artikeltexte kommt sie vor. Eine einzige Stufenbezeichnung hat überlebt: Eine Thermohose für Damen ist mit „breathABLE Technologie" beschrieben, ohne Familienname und ohne Wert. Wer den Namen als Kaufkriterium liest, sucht ihn am Produkt vergeblich.

Die technische Angabe, die tatsächlich wiederkehrt, ist die Imprägnierung. Zwölf Artikel sind als „ohne PFC hergestellt" ausgewiesen, zehn davon mit der zugekauften Ausrüstung Bionic Finish® Eco. Das ist eine DWR-Ausrüstung außen auf dem Gewebe, kein Wetterschutz für sich, und gerade die fluorfreien Varianten müssen häufiger nachgefrischt werden. Was für fluorhaltige Chemie in Bekleidung inzwischen gilt, steht unter PFAS in Outdoorausrüstung. Vier Artikel nennen einen Recyclinganteil, zwei davon mit Zahl: 70 % recyceltes Polyester in einer Damen-Fleecejacke, 45 % in einer Damen-Funktionsjacke, beides rPET (Recycling-Polyester).

Das Kennzeichen „Nachhaltig" tragen 32 der 56 Artikel, einen nachprüfbaren Grund – fluorfreie Ausrüstung, Recyclinganteil oder mulesingfreie Wolle – nennen 22 Artikeltexte. Bei zwölf gekennzeichneten steht im Text keiner, zwei Artikel mit Grund tragen das Kennzeichen nicht. Als Auswahlfilter taugt es damit nicht.

Preisniveau

€. Das Programm sitzt im Einstiegsband des Hauses, dem die Marke gehört. Ablesen lässt sich das an dem, was in den 56 Artikeltexten nicht steht: kein zugekauftes Laminat, keine Daunenfüllung, keine ausgewiesene Lagenzahl. Innerhalb des Programms liegen Parkas und Hardshelljacken oben, Wäsche, Socken und Sandalen unten. Weil 54 von 56 Artikeln herabgesetzt sind, sagt der heutige Preis darüber wenig – aussagekräftiger ist die durchgestrichene Preisempfehlung daneben.

Für wen – und für wen nicht

Passend ist das Programm bei der Wäsche. Elf Artikel reiner Merinowolle in Herren- und Damenschnitten, bei sieben davon mit Angabe zur Mulesingfreiheit, sind für den Einstieg in Wollunterwäsche eine ernsthafte Grundlage – die Faser leistet das, wofür man sie kauft, auch ohne Datenblatt. Passend sind ebenso die beiden Fleecejacken mit Recyclinganteil, die Wanderhosen mit fluorfreier Imprägnierung und die acht Sandalen: Teile, die man am Schnitt beurteilt, nicht an einer Zahl. Und passend als Zweitsatz im Schrank, der mitgeht, wenn das gute Stück zu schade ist.

Nicht passend, wenn die Jacke das wichtigste Stück der Ausrüstung werden soll. Für Dauerregen und Höhe fehlt hier alles, womit man eine Entscheidung begründen könnte: keine Membran, keine Lagenzahl, kein Prüfverfahren hinter den 10.000 mm, kein Teilegewicht. Nicht passend auch, wenn das Teil nachkaufbar sein soll – ohne Baureihen und bei fast vollständig herabgesetztem Bestand ist die zweite Hose derselben Art nächste Saison nicht mehr da. Und wer Merinowäsche über Faserfeinheit und Grammatur auswählt, findet diese Angaben hier nicht; die nächste Station dafür ist die Markenseite zu Icebreaker, für Hosen mit Längen- und Sondergrößen die zu Maier Sports.

Alternativen

  • Meru – der nächste Verwandte, ebenfalls eine Handelsmarke im Einstiegsband. Dort steht die Lagenzahl auf vier von sieben Jacken, Wolle dagegen fast nirgends; hier ist es umgekehrt.
  • Icepeak – ähnliche Preislage, aber ein eigenständiger Hersteller mit fortlaufendem Programm statt eines Bestands, der mit dem Abverkauf endet.
  • Vaude – eine Stufe darüber im Preis, dafür mit Prüfnorm hinter der Wassersäule und einer klaren Auskunft zur Atmungsaktivität.
  • CMP – das deutlich größere Programm im unteren Preisband, wenn Auswahl in Größen und Farben vor der Datenlage steht.

Häufige Fragen zu OCK-Bekleidung

Wie viele Artikel führt die Marke heute?

56, gezählt im Markenfilter des Shops am 8. Oktober 2026 mit einzeln gezählten Farbvarianten: 45 Kleidungsstücke, 8 Sandalen und 3 Ausrüstungsteile. 41 verschiedene Produktbezeichnungen stehen dahinter.

Gibt es Zelte, Schlafsäcke oder Rucksäcke von OCK?

Nicht als eigene Artikel. Die Ausrüstungsrubrik enthält drei Positionen: ein vierteiliges Campingset mit Igluzelt für zwei Personen, Mumienschlafsack und selbstaufblasender Matte, dazu eine Isolierflasche und eine Regenhülle für Rucksäcke mit 50 bis 60 Litern. Das Zelt des Sets ist mit 800 mm Wassersäule angegeben.

Welche OCK-Jacke ist wirklich wasserdicht?

Einen Wert nennen die beiden Hardshelljacken mit 10.000 mm, drei Parkas mit 10.000 mm und die Regenjacke mit 8.000 mm. Ein Prüfverfahren steht bei keiner, eine Membran oder Lagenzahl ebenfalls nicht – nur „versiegelte Nähte". Der vierte Parka wird als wasserfest beschrieben, ohne eine Zahl zu nennen.

Was bedeutet Dynafunc auf dem Etikett?

Praktisch nichts mehr. Die Bezeichnung steht in der Markenbeschreibung und auf keinem der 56 Artikel; nur eine Damen-Thermohose nennt mit „breathABLE Technologie" noch eine solche Stufenbezeichnung, und zwar ohne Wert. Es handelt sich um eine Ordnungsbezeichnung des Handels, nicht um ein Material eines Materialherstellers.

Sind die Sandalen Wandersandalen oder Badeschuhe?

Beides kommt vor, und der Artikeltext sagt es: Die beiden Makira-Modelle haben einen geschlossenen Zehenbereich mit Geröllschutz und eine Schnellschnürung, Samoa V, Detroit V und Karibik V breite Klettriemen und ein gepolstertes Fußbett. Ein Sohlenaufbau, eine Weite oder ein Gewicht steht bei keinem der 8 Artikel, und 7 nennen gar kein Material.

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