Die übrigen Bereiche dieser Seite beantworten, was man mitnimmt und wonach man es aussucht. Dieser hier beantwortet die andere Frage: was passiert, wenn etwas schiefgeht — und was man vorher dafür getan haben muss. Sechs Seiten, drei zur Gesundheit und drei zum Notfall, jede mit den Zahlen und Normen, auf die es dabei ankommt.
Die sechs Seiten in diesem Bereich
Erste-Hilfe-Set — Inhalt, Gewicht und die Lücken der DIN-Listen
An 37 Artikeldatensätzen gemessen reicht die Spanne von 45 bis 1.130 Gramm — ein Faktor von fünfundzwanzig für Gegenstände, die denselben Namen tragen. Kein einziges Set nennt eine IP-Schutzart für seine Hülle, und die DIN-Listen, auf die sich viele Hersteller berufen, führen ausgerechnet das nicht, was auf Tour am häufigsten gebraucht wird: Blasenpflaster.
Unterkühlung und Erfrierung — zwei Stufenschemata, zwei Aussagen
Im Umlauf sind zwei verschiedene Einteilungen, und sie messen Verschiedenes. Die Leitlinie der Wilderness Medical Society stuft im Gelände nach dem Erscheinungsbild, nicht nach der Kerntemperatur — aus dem einfachen Grund, dass draußen niemand eine Kerntemperatur misst. Wer nach dem falschen Schema entscheidet, kommt zur falschen Maßnahme.
Insekten und Zecken — Risikogebiete, Mittel und ihre Grenzen
185 Kreise waren am 15. Januar 2026 als FSME-Risikogebiet ausgewiesen, und die Karte wird jedes Jahr neu gezogen; eine Angabe ohne Jahreszahl ist deshalb wertlos. Dazu der Unterschied, den kaum eine Produktseite nennt: Imprägnierte Kleidung wirkt am Schuh anders als am Arm, weil Zecken von unten kommen und Mücken von überall.
Sonnenschutz — UPF, LSF und die Höhenformel, die streut
UPF und Lichtschutzfaktor sind zwei Größen mit zwei Prüfverfahren; sie lassen sich nicht ineinander umrechnen. Und die gern zitierte Faustregel zur Zunahme der UV-Strahlung mit der Höhe steht auf dünnem Grund: Die Messungen reichen von 3,5 bis 31 Prozent je 1.000 Höhenmeter, je nach Gelände, Bewölkung und Untergrund.
Alpines Notsignal — die Zeichenfolge und die richtige Nummer
Sechs Zeichen je Minute, dann eine Minute Pause; die Antwort sind drei Zeichen je Minute. Das ist an vier Alpinquellen belegt und seit Jahrzehnten unverändert — es funktioniert ohne Strom, ohne Netz und ohne Gerät. Dazu, welche Nummer wo gilt: 112 in der EU, 140 in Österreich, 1414 in der Schweiz, jeweils amtlich geprüft.
Notfallkommunikation — PLB oder Satellitenmessenger
Zwei Techniken, die sich grundsätzlich unterscheiden: 406 MHz über das staatliche Cospas-Sarsat-System gegen 1,6 GHz über ein privates Abonnement. Der eine funkt einmal und laut, der andere sendet laufend und braucht einen Vertrag. Und die Registrierung, die überall empfohlen wird, ist in Deutschland amtlich gar nicht vorgesehen.

Warum diese sechs zusammengehören
Die Seiten liegen in zwei verschiedenen Pfaden: Erste-Hilfe-Set, Notsignal und Notfallkommunikation unter der Ausrüstung, Unterkühlung, Zecken und Sonnenschutz beim Know-how. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern folgt der Sache: Die einen sind Gegenstände, die man kauft und mitträgt, die anderen sind Dinge, die man wissen muss.
Gesucht werden sie trotzdem zusammen, und zwar meist in derselben Lage — beim Packen vor einer Tour oder nachdem etwas passiert ist. Deshalb stehen sie hier an einer Stelle, obwohl ihre Adressen auseinanderliegen.
Was dieser Bereich nicht leistet
Was die Seiten leisten, ist etwas anderes: Sie trennen das Belegte vom Weitergesagten. Zu jeder Zahl steht, woher sie stammt und unter welchen Bedingungen sie gilt — und wo eine verbreitete Regel sich bei der Prüfung als unbelegt herausstellt, steht auch das da. Die Höhenformel beim Sonnenschutz ist dafür das deutlichste Beispiel.
Wo es weitergeht
Zwei Themen grenzen unmittelbar an und stehen an anderer Stelle: Wie man sich draußen verhält, ohne Schaden anzurichten, behandeln Wildcampen und Trekkingplätze sowie Leave No Trace und Hygiene draußen. Und was die Ausrüstung selbst an Schutz leisten kann, hängt an Normen, die ihre eigenen Prüfverfahren haben.

