Alpines Notsignal
Das alpine Notsignal ist ein Takt, kein Gerät: eine festgelegte Anzahl hörbarer oder sichtbarer Zeichen je Minute, an der jeder, der sie hört oder sieht, einen Notfall erkennen soll. Es ist der letzte Weg, nachdem Telefon, Satellitengerät und Funk ausgefallen sind oder nie Empfang hatten — und es ist der einzige, der keinen Strom, kein Netz und keinen Vertrag braucht. Diese Seite nennt die Zahlen, von wem sie stammen, womit man das Signal überhaupt gibt und welche Notrufnummer in welchem Land gilt.
Die Zahlen und ihre Belege
Die Taktzahlen stehen nicht aus dem Gedächtnis hier, sondern weil vier voneinander unabhängige alpine Fachquellen sie wortgleich nennen. Das ist für diese Seite der wichtigste Abschnitt, weil eine falsche Taktzahl im Notfall nicht auffällt: Wer vier Zeichen je Minute gibt, wird gehört und nicht verstanden.
Die Seitenauskunft des Deutschen Alpenvereins zu Notruf und Rettung in den Alpen führt das Signal in drei Zeilen: „Hör- oder sichtbares Zeichen/Rufen, sechs Mal innerhalb einer Minute." — „Signal jeweils nach einer Minute Pause wiederholen." — „Antwortzeichen erfolgt drei Mal pro Minute." Dieselbe Organisation schreibt auf ihrer Seite zum Notrufsystem am Berg: „Erhält man nirgends Empfang, bleibt das Alpine Notsignal: sechs mal pro Minute akustisches oder optisches Zeichen (z.B. Rufen oder Stirnlampe bei Dunkelheit) – Signal jeweils nach einer Minute Pause wiederholen – Antwortzeichen der Rettung erfolgt drei mal pro Minute."
Die dritte Fassung derselben Organisation ist die aufschlussreichste, weil sie den Takt nicht nur zählt, sondern in Sekunden auflöst. Die Seitenauskunft „Erste Hilfe am Berg" beschreibt den Ablauf minutenweise: In der ersten Minute alle 10 Sekunden ein Signal, das sind sechs; die zweite Minute Pause; in der dritten Minute wieder alle 10 Sekunden ein Signal — und so weiter. Für die Antwort gilt dort: alle 20 Sekunden ein Signal, das sind drei, dann eine Minute Pause. Damit ist aus den Zahlen 6 und 3 eine Handlungsanweisung geworden, die sich ohne Uhr abzählen lässt.
Die vierte Quelle kommt aus der Schweiz und bestätigt beides unabhängig. Das Alpinmerkblatt „Notfallblatt" des Schweizer Alpen-Clubs führt in seiner Spalte zu Helikopterrettung und Signalen: „Alpines Notsignal: 6 x pro Minute Zeichen geben (Rufen, Pfeifen, Blinken, ...) Eine Minute warten, dann wiederholen" und darunter „Antwort 3 x pro Minute Zeichen geben, Eine Minute warten, dann wiederholen". Die fünfte Bestätigung steht im Cardfolder „Erste Hilfe am Berg" des Österreichischen Alpenvereins, und sie nennt die beiden Mittel gleich mit: „alpine Notsignal: 6 optische (Licht) oder akustische (Pfeife) Signale pro Minute – eine Minute Pause – regelmäßig wiederholen."
Alle Quellen wurden am 8. Oktober 2026 abgerufen. Keine von ihnen weicht in einer der drei Zahlen ab, und keine nennt eine Variante für einzelne Länder oder Geländearten. Das Verfahren ist damit über die drei Alpenländer hinweg einheitlich — eine Seltenheit in diesem Themenfeld, denn bei den Notrufnummern ist es, wie unten zu sehen, genau umgekehrt.
Warum sechs und drei — und warum der Unterschied wichtig ist
Die beiden Zahlen bilden ein Frage-Antwort-Paar, und ihr Verhältnis trägt die ganze Bedeutung. Sechs Zeichen je Minute heißen „hier ist ein Notfall"; drei Zeichen je Minute heißen „verstanden, Hilfe ist unterwegs". Wer ein Signal hört und unsicher ist, zählt also — und wer antwortet, muss die eigene Zahl halbieren, nicht spiegeln. Genau diese Asymmetrie ist der Grund, warum das Verfahren überhaupt funktioniert: Zwei gleiche Takte könnten einander nicht unterscheiden, und eine Gruppe am Hang, die ein Notsignal mit einem Notsignal beantwortet, hätte zwei Notfälle gemeldet.
Die Pause von einer Minute hat zwei Zwecke, die beide aus den Quellen hervorgehen. Sie macht den Takt überhaupt als Takt erkennbar — ein Dauerton ist kein Signal, sondern ein Geräusch. Und sie schafft das Zeitfenster, in dem die Antwort überhaupt gehört werden kann: Wer ununterbrochen ruft, überhört die Antwort auf seinen eigenen Ruf. Der Österreichische Alpenverein betont deshalb, es komme darauf an, das Signal „regelmäßig" zu wiederholen; die deutsche Fassung zählt die Wiederholung ausdrücklich bis zur dritten Minute durch, damit klar ist, dass es ein fortlaufendes Muster und kein einmaliger Vorgang ist.
Womit man das Signal gibt
Das Notsignal ist ein Verfahren, aber es braucht Gegenstände, und die Quellen nennen sie konkret. Als akustische Mittel führen sie Rufen und Pfeifen auf; der Österreichische Alpenverein nennt die Pfeife ausdrücklich als das akustische Mittel. Als optische Mittel nennen die Quellen Blinken und, bei Dunkelheit, die Stirnlampe — der Deutsche Alpenverein führt die Stirnlampe sogar als Beispiel im Satz über das Notsignal selbst.
Die Rangfolge dieser Mittel ergibt sich aus ihrem Energiebedarf und ihrer Haltbarkeit, und sie ist der praktische Teil dieser Seite:
- Die Pfeife braucht keine Batterie, wiegt wenige Gramm, funktioniert nass und trägt weiter als die Stimme. Sie ist das einzige Signalmittel ohne Ausfallursache — vorausgesetzt, es ist eine Pfeife ohne Kugel, die nicht einfriert.
- Die Stimme ist immer dabei und versagt zuerst: Sie ermüdet, sie trägt in Wind und Nebel schlecht, und sie kostet Atem, den man unter Anstrengung braucht.
- Die Stirnlampe ist das weitreichendste Mittel bei Dunkelheit und das einzige, mit dem sich eine Richtung anzeigen lässt. Sie ist von allen vieren das einzige mit begrenzter Betriebsdauer — und der Grund, warum die Alpinverbände eine Notfall-Stirnlampe als eigene Position führen, die nicht dieselbe ist wie die Lampe, mit der man geht.
- Bunte Kleidung ist nach den Quellen das Mittel für den Tag und für die Luft: Der Österreichische Alpenverein nennt das Winken mit bunter Kleidung und einen ausgelegten Biwaksack als Weg, von der Helikopterbesatzung gefunden zu werden.
Zwei dieser Gegenstände stehen auch auf den Ausrüstungslisten der Verbände und tragen dort ihre eigenen Kennwerte — die Notfall-Stirnlampe und der Biwaksack. Beide sind auf der Seite Erste-Hilfe-Set mit Gewicht und Herkunft behandelt. Ein Gegenstand, der beim Signalgeben regelmäßig unterschätzt wird, hängt dagegen meist schon an der Hand: Ein Paar Trekkingstöcke mit einem bunten Kleidungsstück daran ist aus der Luft größer sichtbar als ein Mensch.
Die Notrufnummern, Land für Land
Das Notsignal ist der Weg ohne Netz. Solange Netz da ist, ist der Anruf schneller — und hier unterscheiden sich die drei Alpenländer. Jede Zahl unten ist einzeln an einer amtlichen Stelle geprüft; wo nur eine Fachquelle sie trägt, steht das dabei.
112, europaweit. Die amtliche Auskunftsseite der Republik Österreich führt die 112 in ihrer Notrufnummerntabelle als „Euro-Notruf – einheitliche europäische Notrufnummer" und weist im Hinweis darunter darauf hin, dass diese Nummern von jedem Telefon aus kostenlos erreichbar sind, der Euro-Notruf in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das Bundesamt für Kommunikation führt für die Schweiz unabhängig davon „112: Europäische Notrufnummer (gratis)". Für Deutschland schreibt die Bundesnetzagentur, die Anbieter öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste seien gesetzlich verpflichtet, Notrufverbindungen unter der 1992 verbindlich eingeführten 112 „unverzüglich und unentgeltlich" zur örtlich zuständigen Notrufabfragestelle herzustellen. Drei amtliche Stellen, dieselbe Nummer.
140 in Österreich — mit einer Ausnahme. Die amtliche Auskunftsseite der Republik Österreich führt in ihrer Notrufnummerntabelle „Bergrettung 140" und schreibt auf ihrer Seite zum Verhalten bei Lawinen- und Bergunfällen, bei Mobilfunkempfang könne „in ganz Österreich der Alpin-Notruf 140" genutzt werden. Der Österreichische Bergrettungsdienst, der an dieser Nummer hängt, ergänzt eine Einschränkung, die auf der amtlichen Seite nicht steht: „Nur in Vorarlberg gilt der allgemeine Rettungsnotruf 144." Dieselbe amtliche Tabelle führt die 144 für ganz Österreich als „Rettungsdienst".
1414 in der Schweiz. Die Nummer gehört der Schweizerischen Rettungsflugwacht. Deren Merkblatt zur Alarmierung von Rettungshelikoptern ist mit „Alarm 1414" überschrieben und beginnt: „Alarmieren Sie die Rega immer dann über die Notrufnummer 1414 oder die Rega-App, wenn Sie sofortige Hilfe durch einen Rettungshelikopter benötigen." Amtlich bestätigt ist die Nummer als schweizerische Kurznummer: Das Bundesamt für Kommunikation führt sie in seiner Aufstellung der weiteren Nummern unter „Rettungs-, Pannen- und Informationsdienste: 140, 1410, 1411, 1414, 1415, 163…". ⚠️ Zwei Einschränkungen gehören dazu, weil sie an derselben Stelle stehen: Das Amt nennt für diese ganze Nummerngruppe Preise „derzeit zwischen 20 Rp. und Fr. 2.- pro Anruf und/oder Minute" und weist die 1414 dabei keinem Betrag einzeln zu; und die 1414 steht in dieser Gruppe gerade nicht bei der gratis erreichbaren 112. Ob der Anruf auf 1414 kostenfrei ist, lässt sich aus der amtlichen Aufstellung also nicht entscheiden, und diese Seite behauptet es deshalb nicht.
Weitere schweizerische Nummern nennt das Alpinmerkblatt des Schweizer Alpen-Clubs als Fachquelle: „1414 REGA, 117 Polizei, 112 internationale Notrufnummer" sowie „144 Sanitätsnotrufzentrale oder Flugrettung im Kanton Wallis". Die 144 ist in der Schweiz also nicht dasselbe wie in Österreich, und im Kanton Wallis führt sie zur dortigen Flugrettung. Der Deutsche Alpenverein nennt dieselbe Besonderheit in seiner Länderübersicht.
🔴 Dass in der Schweiz dieselbe Ziffernfolge 140 existiert wie der österreichische Alpinnotruf, steht in der oben zitierten Aufstellung des Bundesamts für Kommunikation. Wem die 140 zugeteilt ist, veröffentlicht das Amt an dieser Stelle nicht — nur, dass sie zur Gruppe der Rettungs-, Pannen- und Informationsdienste gehört. Was ein Anruf auf 140 in der Schweiz erreicht, ist damit nicht belegbar, und diese Seite sagt es nicht. Festzuhalten bleibt die praktische Folge: Eine nationale Bergrettungsnummer ist kein europäisches Merkmal und über die Grenze nicht übertragbar.
Die Körperzeichen an den Helikopter
Kommt ein Rettungshubschrauber, wechselt das Signalverfahren: Statt eines Takts gibt man dann eine Körperhaltung. Beide Zeichen sind in allen vier Quellen gleich beschrieben, und sie sind keine Konvention, sondern ein Buchstabe. Der Deutsche Alpenverein beschreibt sie am genauesten: Für das Ja werden „beide Arme in Form eines offenen Dreiecks über den Kopf" gehoben, so dass der Körper ein Y ergibt — für Yes. Für das Nein wird nur ein Arm so nach oben genommen, der andere leicht schräg nach unten, so dass beide eine Diagonale bilden — für N, also No. Das Alpinmerkblatt des Schweizer Alpen-Clubs führt dieselben zwei Zeichen als „YES HILFE" und „NO KEINE HILFE", der Österreichische Alpenverein als „YES! Ja, wir brauchen Hilfe." und „NO! Nein, wir brauchen keine Hilfe."
Dass es für „keine Hilfe" überhaupt ein eigenes Zeichen gibt, ist der eigentliche Punkt: Eine Gruppe, die einem anfliegenden Helikopter zuwinkt, gibt damit — gut gemeint — das Y und bindet ein Rettungsmittel. Das Winken gehört also an den Anfang, als Mittel, überhaupt gesehen zu werden; sobald die Besatzung heranfliegt, wird daraus eine Aussage.
Für das Verhalten am Landeplatz nennen die Quellen eine kurze, übereinstimmende Reihe: Beim Anflug den Standort nicht verlassen und in die Knie gehen, Augenkontakt mit dem Piloten halten, lose Gegenstände wegräumen, sich dem Helikopter erst bei stillstehendem Rotor nähern und den Anweisungen folgen. Der Deutsche Alpenverein ergänzt, bei Schnee eine Brille aufzusetzen; die Rettungsflugwacht nennt zusätzlich, den Wind im Rücken zu haben und Gegenstände zu sichern.
Der Landeplatz — zwei Fachquellen, zwei Maße
An einer Stelle widersprechen sich die ausgewerteten Quellen, und der Widerspruch gehört in den Text statt in eine Mittelung. Die Schweizerische Rettungsflugwacht nennt in ihrem Merkblatt als Landeplatz für den Rettungshelikopter „Grösse: 25 × 25 m, hindernisfrei (keine Kabel, Leitungen etc.)" und dazu „ungefähr 100 m Distanz zur Unfallstelle". Der Österreichische Alpenverein nennt im Cardfolder einen Landeplatz von „mind. 15 x 15 m" und ebenfalls hindernisfrei.
Beide Angaben sind aktuell und von zuständigen Stellen, und sie beziehen sich auf verschiedene Rettungssysteme in verschiedenen Ländern. Praktisch bedeutsam ist daran nicht die Zahl, sondern ihre Richtung: Wer 25 × 25 Meter freiräumt, erfüllt beide Angaben; wer 15 × 15 Meter freiräumt, nur eine. Der Österreichische Alpenverein nennt zudem eine Winterbesonderheit, die an keiner anderen Stelle steht: Bei Tiefschnee kann der Landeplatz mit Skiern festgetreten werden — welcher Rucksack die Ski dafür trägt, steht beim Skitourenrucksack.
Die Meldung selbst
Ist eine Verbindung zustande gekommen, entscheidet die Vollständigkeit der Meldung über die Zeit bis zum Eintreffen. Die Fragen sind in allen Quellen dieselben und folgen der Merkregel der fünf W, die der Deutsche Alpenverein auf seiner Seite zur Ersten Hilfe am Berg aufzählt: wo der Unfallort ist, gegebenenfalls mit markanten Geländepunkten oder GPS-Daten; wie viele Personen betroffen sind; welche Verletzungen vorliegen; wer meldet und unter welcher Rückrufnummer; und das Warten auf Rückfragen.
Der Österreichische Bergrettungsdienst nennt für denselben Vorgang eine Liste, die in der Formulierung vom Melder her gedacht ist: genaue Angabe des Unfallortes und der Wettersituation, besonders lebensdrohende Zustände schildern, den eigenen Namen mit Rückrufmöglichkeit angeben. Die Rettungsflugwacht ergänzt um die Fragen, die für ein Luftfahrzeug dazukommen: ob eine Landung mit dem Helikopter möglich ist, ob Gefahren durch Kabel, Seile oder Antennen bestehen, und wie Sicht, Niederschlag und Wind am Unfallort sind.
Zwei Verhaltensregeln nach der Meldung nennt der Deutsche Alpenverein ausdrücklich, und sie sind beide leicht zu übergehen: das Telefon eingeschaltet lassen und nicht mehr telefonieren, um für Rückfragen erreichbar zu bleiben. Dass die Alarmierung technisch kein einheitlicher Vorgang ist und wovon sie am Gerät abhängt, steht auf der Seite Notfallkommunikation.
Was das Verfahren nicht leistet
Das alpine Notsignal hat eine Eigenschaft, die in keiner der vier Quellen beziffert ist und die man deshalb hier auch nicht findet: seine Reichweite. Keine der ausgewerteten Fachquellen nennt eine Hörweite für Pfeife oder Stimme, eine Sichtweite für die Stirnlampe oder eine Wahrscheinlichkeit, mit der ein Signal überhaupt bemerkt wird. Das ist ein Befund und keine Lücke dieser Seite: Eine Hörweite hängt an Wind, Nebel, Gelände, Tageszeit und daran, ob überhaupt jemand in Hörweite ist — und ein Wert, der unter diesen Bedingungen nicht wiederholbar ist, ist kein Kennwert. Wer das Notsignal als Rückfallebene einplant, plant also eine Rückfallebene ohne bekannte Erfolgsaussicht ein.
Dass das Verfahren trotzdem in allen vier Quellen steht, hat einen anderen Grund: Es ist nicht das beste, sondern das letzte Mittel. Alle vier Quellen führen es ausdrücklich für den Fall ein, dass vorher etwas anderes nicht funktioniert hat. Der Deutsche Alpenverein formuliert es als Folge: „Erhält man nirgends Empfang, bleibt das Alpine Notsignal". Der Österreichische Bergrettungsdienst beschreibt den Schritt davor — ist überhaupt kein Netzempfang möglich, muss die verunfallte Person erst gesichert werden, bevor man sich auf die Suche nach einem Standort mit Empfang macht.
Eine zweite Grenze ist organisatorisch. Der Österreichische Bergrettungsdienst nennt in seinem Hinweis zum Notruf einen Fall, der die Kehrseite der Signalerkennung ist: Wer nachts mit Stirnlampe unterwegs ist und Fehlalarme vermeiden will, kann die Bergrettung unter 140 vorab informieren. Ein Lichtsignal im Gelände ist also für Außenstehende nicht eindeutig — und das ist genau der Grund, warum es den Takt gibt.
Die typischen Fehler
- Das Notsignal mit dem Antwortzeichen beantworten. Sechs Zeichen bedeuten Notfall, drei bedeuten „verstanden". Wer spiegelt statt zu halbieren, meldet einen zweiten Notfall.
- Ohne Pause rufen. Der Dauerton ist kein Signal, und er verdeckt die Antwort auf den eigenen Ruf.
- Dem Helikopter zuwinken. Das ergibt aus der Luft das Y und damit „wir brauchen Hilfe" — gewollt oder nicht.
- Auf die nationale Nummer vertrauen. Mit ausländischer SIM-Karte funktionieren 140 und 1414 nach Angabe des Deutschen Alpenvereins häufig nicht; die 112 dagegen aus jedem verfügbaren Netz.
- Die Hauptstirnlampe als Signalmittel einplanen. Sie ist nach dem Unfall die Lampe, mit der man arbeitet. Die Alpinverbände führen die Notfall-Stirnlampe deshalb als eigene Position.
- Nach der Meldung weitertelefonieren. Dann ist die Leitstelle beim Rückruf nicht durchgekommen.
Was es kostet
Das Verfahren selbst kostet nichts, und das ist sein eigentlicher Vorzug gegenüber jedem Gerät auf der Seite zur Notfallkommunikation. Die Mittel, mit denen es gegeben wird, liegen in der Klasse €: eine Signalpfeife und eine kleine Notfallstirnlampe sind die beiden günstigsten Positionen der ganzen Notfallausrüstung und zugleich die beiden, die man am häufigsten nicht dabeihat. Ein bunter Biwaksack, den die Quellen als Mittel zum Gefundenwerden nennen, liegt in der Klasse €€.

