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Mountain Equipment Bekleidung & Jacken Beratung

Markenlogo Mountain Equipment

Mountain Equipment sortiert seine Bekleidung nach Material, nicht nach Aktivität: Hardshell, Daune, Kunstfaser, Softshell sowie Fleece und Midlayer. Diese fünf Gruppen enthalten im europäischen Herstellershop zusammen 191 Positionen (abgerufen am 7. Oktober 2026), dazu kommen Handschuhe, Gamaschen und die abriebfeste Freizeitlinie Stonewear. Das Schwergewicht liegt erkennbar dort, wo es kalt und nass gleichzeitig ist: Die Beispiele in den eigenen Kaufberatungen handeln von Winterklettern in Schottland, von Sicherungspausen im Schneeregen und von Skihochtouren.

Von den großen Nachbarmarken trennt sie zweierlei. Erstens führt sie neben GORE-TEX eine eigene wasserdichte Stofffamilie, DRILITE, in drei abgestuften Ausführungen — zwei parallele Hardshellwelten im gleichen Katalog, und welche man vor sich hat, steht nicht am Modellnamen. Zweitens ist sie bei Zahlen auffallend zurückhaltend: für Isolationsbekleidung keine Temperaturangabe, für ihre Membranen keine Prüfnorm. Beides ist begründet, beides macht den Markenvergleich aber zu Handarbeit.

191Bekleidungspositionen in den fünf Materialgruppen des europäischen Herstellershops (7. Oktober 2026)
50 bis 80 DenierSpanne der Hardshell-Oberstoffe, von der Zeno-Hose bis zur Tupilak-Jacke
2 von 35Positionen der Daunenbekleidung, die ihre Füllmenge in Gramm nennen
0Prüfnormen, die der Hersteller zu Wassersäule und Wasserdampfdurchgang nennt

Die Baureihen und ihre Materialien

Material, Denierangabe und Einsatzfeld in der folgenden Tabelle stammen aus den Produktbeschreibungen der jeweiligen Sortimentsgruppe, die Zuordnung der DRILITE-Stufen aus der Herstellerseite zur eigenen Membran (abgerufen am 7. Oktober 2026). Aufgeführt sind nur Reihen, die heute im Katalog stehen.

BaureiheMaterial und Oberstofffür wenKennwertPreisklasse
Tupilak, Lhotse, ManasluGORE-TEX Pro, 80 Denier bei Tupilak und LhotseWinter- und Mixedklettern, Alpinismusrobustester Oberstoff im Programm€€€
OrionDRILITE XT, dreilagig, 70 DenierKlettern, Bergsteigen, SkitourHausangabe: über 20.000 mm Wassersäule€€€
Makalu, KedarGORE-TEX mit ePE-Membran, 70 DenierGanzjahresbergsteigen, SkitourAlpine Fit, Unterarmbelüftung€€
Saltoro, Nanda DeviGORE-TEX mit ePE-Membran, 75 DenierWandern, WinterwandernNanda Devi auch mit Isolation€€
Odyssey, Tacul, SpyreDRILITE Plus bzw. DRILITE XT, 50 DenierTrekking, Rucksacktouren, Skitourmittlere Stufe der Hausmembran€€
Raintower, Zeno FZDRILITE, 40 bis 50 Denierleichter Wetterschutz zum Wandernleichteste und günstigste Hardshell€
Earthriserecycelte Daune, mindestens 700 cuinWandern, Trekking um den Gefrierpunkteinzige Reihe mit Füllmenge: 155 g (Herren), 132 g (Damen)€€
Lightline, Tromso, SenjaDaune mindestens 700 cuin, DRILITE Loftnasskalte Wintertage im Talwindundurchlässiger Außenstoff, 40 Denier bei Senja€€
Vega, Sigma, JoklaDaune mindestens 800 cuin, DRILITE Loftalpines Bergsteigenhöchste ausgewiesene Daunenstufe der Bekleidung€€€
Kryos, K7, GasherbrumDaune, DRILITE LOFT als OberstoffHöhenbergsteigen, Sicherungsjacke im Winterwärmste Daunenjacken des Programms€€€
TritonDaune unter abgeklebten NähtenPistenski, kalte Nässedie einzige durchgehend wasserdichte Daunenjacke€€€
Oreus, Super OreusAetherm Precision IsolationAllrounder, Sicherungsjacke, warmer Midlayereinzige Reihe mit der neuen Hausisolation€€€
Citadel, Fitzroy, AlpamayoPrimaLoft Gold bzw. Hi-Loft UltraWinterklettern, Fernwanderung im WinterCitadel laut Hersteller die wärmste Kunstfaserjacke€€€
Shelterstone, Superflux, IntraPolarloft, teils Polarloft FeatherlessZusatzschicht für wechselhaftes WetterEinstieg in die Kunstfaserisolation€ bis €€
Aerofoil, Echo, Squalldoppelt gewebtes EXOLITE ohne MembranWind und leichter Regen, KletternEcho und Squall aus EXOLITE 125€ bis €€
Frontier, Mission, Vulcanschwerere EXOLITE-Typenkältere, windige VerhältnisseVulcan die wärmste Softshelljacke€€
Ibex Mountain, Chamois, G2 MountainSoftshellhosen, DoppelgewebeBergsteigen, WinterhoseHausbestseller unter den Hosen€ bis €€
EclipsePontetorto Technostretch, WaffelstrukturMidlayer für fast allesWärme bei geringem Gewicht€€
Switch, Switch Pro, Switch AlpinePolartec AlphaMidlayer unter der Hardshellauf Dampfdurchlass statt Wärmehalt gebaut€€
Jorasses, Lumiko, Highpile, MicroFleece in abgestuften DickenLagerfeuer bis Aufstieggrößte Gruppe mit 50 Positionen€

Welche Kennwerte diese Marke liefert — und welche nicht

Die Dichtigkeitsangabe ist eine Hausangabe ohne Prüfweg. In seiner Kaufberatung für wasserfeste Bekleidung (abgerufen am 7. Oktober 2026) schreibt der Hersteller, alle seine wasserdichten Textilien erreichten mindestens 20.000 mm; welches Verfahren das ergeben hat, nennt er nicht. Einzuordnen ist die Zahl mit seiner eigenen Erklärung im nächsten Satz: Selbst heftiger, windgepeitschter Regen gehe nicht über 500 mm, die hohen Werte stammten aus dem Knien auf nassem Boden. Gemessen wird so etwas nach ISO 811; was der Millimeterwert aussagt, steht bei der Wassersäule, die drei zuständigen Normen stehen unter Wassersäule und Atmungsaktivität.

Beim Dampfdurchgang sagt der Hersteller selbst, warum seine Zahl nichts vergleicht. Dieselbe Seite nennt für alle wasserdichten Textilien über 20.000 g/m² je 24 Stunden und schreibt zwei Sätze davor, man verwende „oft verschiedene Normen, um die Werte zu ermitteln". Damit ist die Angabe als Hauswert lesbar und als Vergleichsgröße unbrauchbar, weil ISO 15496, ASTM E96 und JIS L1099 auseinanderlaufen. Für den Vergleich zweier Jacken braucht man denselben Prüfweg beim MVTR-Wert oder den Widerstandswert nach ISO 11092, den RET-Wert.

Infografik
Outdoor Beratung und Ratgeber
Atmungsaktivität

RET: welche Zahlen in einer Norm stehen — und welche nicht

RET misst den Widerstand gegen Wasserdampf: je niedriger, desto weniger staut sich. Gemessen wird nach ISO 11092 — bewertet wird dort nicht. Beide Skalen unten beanspruchen dieselbe Größe.

Normativ EN 343:2019, Schutzkleidung gegen Regen

Branchenkonvention in keiner Norm auffindbar

„The test conditions used in this International Standard are not intended to represent specific comfort situations, and performance specifications in relation to physiological comfort are not stated."

ISO 11092:2014, Abschnitt 1 „Scope", letzter Absatz

RET ist ein Widerstand

Wasserdampf-Druckunterschied geteilt durch den Verdunstungs-Wärmestrom. Eine kleinere Zahl heißt: weniger Widerstand, mehr Durchlass.

Gemessen wird an einer heißen Platte

Das „Hautmodell" hält 35 °C und verdunstet Wasser durch eine Membran. Gemessen wird die Heizleistung — kein flüssiges Wasser berührt den Stoff.

Nur der stationäre Zustand

Die Norm beschreibt ausdrücklich Gleichgewichtsbedingungen. Schwitzen am Anstieg, Windböen und Kleidungswechsel bildet sie nicht ab.

RET und g/m²/24 h sind nicht umrechenbar

MVTR kommt aus dem Becherverfahren. Am selben Stoff liefern fünf Verfahren systematisch verschiedene Zahlen — die Rangfolge ist belegt.

Klassengrenzen nach EN 343:2019; die Ret-Werte dieser Fassung sind über mehrere übereinstimmende Fachquellen belegt, der Normtext selbst lag nur als Entwurf von 2017 vor (dort 40 / 20 / 10). Die untere Skala steht weder in ISO 11092 noch in einer Hohenstein-Veröffentlichung; sie wird hier gezeigt, weil sie im Handel verbreitet ist — nicht, weil sie eine Grundlage hätte.

Mit KI-Unterstützung erstellt Schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung.

Die Oberstoffdicke ist der belastbarste Kennwert — in einer Sprachfassung mehr als in der anderen. Jede Hardshellbeschreibung nennt ihre Stoffstärke in Denier, und die Werte sind über die Reihen hinweg widerspruchsfrei: 80 bei GORE-TEX Pro, 75 und 70 bei den GORE-TEX-Modellen und bei DRILITE XT, 50 bei DRILITE Plus und DRILITE. Bei der Orion-Jacke weichen die Fassungen aber ab: Die englische Fassung des britischen Shops (abgerufen am 7. Oktober 2026) führt zusätzlich 160 Denier an den Verschleißzonen, die deutsche nennt nur die 70. Wer Robustheit vergleicht, liest besser beide.

Flächengewichte gibt es nur verschlüsselt. Für die Softshells hält der Hersteller fest, die Zahl hinter EXOLITE bezeichne das Gewicht des Gewebes: Je höher, desto schwerer, robuster und wetterabweisender. Eine Einheit nennt er nicht, und ein echtes Flächengewicht (g/m²) steht in keiner Produktbeschreibung. Die Zahl taugt deshalb innerhalb des Programms zum Sortieren — EXOLITE 125 bei Echo und Squall, EXOLITE 280 bei den enganliegenden Hosen — und für den Markenvergleich zu nichts.

Bei der Isolation fehlt die Füllmenge, obwohl der Hersteller sie selbst verlangt. Seine Kaufberatung zur Daunenbekleidung (abgerufen am 7. Oktober 2026) schreibt, eine Daunenjacke ohne ausgewiesene Grammzahl solle man nicht kaufen, und ordnet ein: unter 150 g leicht, 200 bis 250 g mitteldick, über 300 g sehr warm. In den 35 Positionen der eigenen Daunengruppe steht diese Zahl genau zweimal, bei den Earthrise-Jacken. Zwölf Positionen nennen wenigstens eine Daunenstufe, 700 oder 800 cuin, ausdrücklich als Mindestwert. Was die Bauschkraft beschreibt, steht im Glossar; die Skala ist nach dem US-Verfahren bestimmt, und einen belastbaren Faktor zum europäischen Prüfweg gibt es nicht. Eine Temperatur veröffentlicht die Marke für Isolationsbekleidung bewusst nicht: Das Empfinden hänge zu stark vom Aktivitätsgrad ab, wichtiger sei ein anpassbares Zwiebelschalenprinzip.

Technologien und was sie technisch sind

DRILITE in drei Stufen. Die Hausmembran ist nanoporös und tritt als DRILITE XT, DRILITE Plus und DRILITE auf — absteigend nach Robustheit, nicht nach Dichtigkeit. Interessant ist die oberste Stufe: Bei der Orion-Jacke setzt der Hersteller nach eigener Angabe erstmals seinen aufwendigsten Konstruktionsstandard außerhalb der GORE-TEX-Pro-Reihe ein, mit Laserschnitt, Verklebung und reduzierter Stichzahl. Das ist die Antwort darauf, warum eine Membran allein keine gute Jacke macht: Die Verarbeitung entscheidet mit.

GORE-TEX, und zwei Angaben zur Membran. Bei Tupilak, Saltoro, Nanda Devi und Makalu nennt die Produktbeschreibung ausdrücklich die neuere Membran aus expandiertem Polyethylen; nach Herstellerangabe war die Makalu-Jacke 2023 das erste Modell des Hauses damit. Bei Lhotse und Manaslu — Herren- und Damenfassung derselben Spitzenreihe — steht keine Membranart am Produkt, und die zugehörige Technologieseite (abgerufen am 7. Oktober 2026) spricht weiter von einer mehrlagigen ePTFE-Membran, während die allgemeine GORE-TEX-Seite desselben Shops die Umstellung verkündet. Welche der beiden Folien in einer Lhotse steckt, ist aus den Herstellerangaben nicht zu entscheiden. Was die Unterschiede ausmacht, steht unter GORE-TEX ePE und GORE-TEX® Pro Shell; die Softshells mit Membran laufen nach eigener Angabe auf ePTFE aus der GORE-TEX® WINDSTOPPER-Familie.

Aetherm Precision Isolation. Die zum Patent angemeldete Hausisolation besteht aus mehreren Strängen Polyesterfasern, die in eine wärmereflektierende Schicht eingewebt sind; weil keine Zwischennähte nötig sind, entstehen weniger Kältebrücken. Der Hersteller setzt sie bislang nur in der Oreus-Reihe ein und beschreibt sie auf seiner eigenen Technologieseite (abgerufen am 7. Oktober 2026) als Mittelweg zwischen Daune und Kunstfaser. Eine Labormessung dazu ist nicht veröffentlicht, die Zuschreibung bleibt eine Herstelleraussage. Dasselbe gilt für die ebenfalls angemeldete Offset-Kammerbauweise der Daunenjacken mit versetzten Kammern an einer wärmereflektierenden Innenschicht.

Eingekaufte Isolation. Daneben laufen drei Fremdmaterialien: PrimaLoft Gold und PrimaLoft Hi-Loft Ultra als silikonbeschichtete Faserlagen, Polartec® Alpha® in den Switch-Modellen, wo nicht Wärmehalt, sondern Dampfdurchlass das Ziel ist, und Pontetorto Technostretch im Waffelfleece der Eclipse-Reihe. Die Hausmarke Polarloft kommt als Faserlage und als Featherless, die wie Daune in Stoffkammern eingeblasen wird und deshalb mehr Volumen aufbaut. Geruchshemmung liefert, wo angegeben, Polygiene StayFresh.

Down Codex und die PFAS-Fußnote. Jedes Daunenprodukt trägt einen zwölfstelligen Code, über den sich Herkunft und Qualität der eingefüllten Charge nachschlagen lassen — der Weg, auf dem aus dem Mindestwert eine konkrete Zahl wird. Beim Thema Fluorchemie lohnt das Kleingedruckte: Als Ziel nennt der Hersteller ein ab Herbst/Winter 2025 PFAS-freies Sortiment, erklärt in der Fußnote derselben Seite zum PFAS-Ziel (abgerufen am 7. Oktober 2026) aber, gemeint seien absichtlich zugesetzte Stoffe. Die wasserabweisende Ausrüstung läuft teils noch auf C6-Basis, teils fluorkohlenstofffrei; die DRILITE-Membran bezeichnet er als PFAS-frei mit Ausnahme der Zeno-Produkte. Wie die Stoffklassen zusammenhängen, steht unter C8-, C6- und C0-Chemie, die Rechtslage unter PFAS in Outdoorausrüstung.

Preisniveau

€€€. Die Hardshell- und Daunenlinien liegen im oberen Drittel ihrer Klasse; zwischen dem leichtesten Fleecepullover und der wärmsten Daunenjacke liegt im Herstellershop fast das Zehnfache. Nach unten reicht das Programm mit Fleece, den leichten Softshells und den DRILITE-Einstiegsmodellen in die Mittelklasse, nach oben mit GORE-TEX Pro und den Höhenbergsteigerjacken in den teuersten Abschnitt der Gattung. Preiswerte Einzelstücke gibt es, eine preiswerte Komplettausstattung nicht.

Für wen — und für wen nicht

Passend ist die Marke für Touren, bei denen Nässe und Kälte zusammenfallen: Winterklettern, Skihochtour, mehrtägiges Gehen im Regen. Dafür spricht die Breite im obersten Materialsegment und die Tatsache, dass drei Kapuzenkonstruktionen zur Wahl stehen — die größte passt über den Kletterhelm, die kleinste ist ausdrücklich nicht helmtauglich, und welche verbaut ist, steht an jedem Modell. Was eine solche Zusage wert ist, steht bei der Helmkompatible Kapuze. Hilfreich ist auch die klare Schnittstaffel: Active Fit schmal, Alpine Fit als Mittelmaß, Mountain Fit weit.

Nicht passend ist sie für Vergleichskäufer. Wer zwei Jacken anhand von Datenblättern gegeneinanderstellen will, findet hier eine Wassersäule ohne Prüfnorm, einen Dampfdurchgang mit ausdrücklich gemischten Prüfwegen, kaum ein Flächengewicht und bei der Isolation fast nie eine Füllmenge. Nicht passend auch für den Alltagskauf unter Preisdruck: Die Reihen, die die Marke ausmachen, sind die teuren. Und wer eine Softshell als Regenschutz versteht, liegt falsch — der Hersteller stellt selbst klar, dass seine Softshells wasserabweisend, aber nicht wasserdicht sind.

Alternativen

  • RAB — der nächste Vergleich überhaupt: ebenfalls britisch, ebenfalls mit eigener Daunenverfolgung, und mit deutlich mehr veröffentlichten Füllmengen.
  • Arc’teryx — wenn es bei der Hardshell um Verarbeitung und Schnitt geht und das Budget die obere Grenze nicht kennt.
  • Berghaus — breiteres, günstigeres Programm für Wandern und Alltag statt für die Steilwand im Winter.
  • Patagonia — wenn Materialherkunft und Reparaturangebot den Ausschlag geben sollen.
  • Mountain Hardwear — ähnlicher Alpinfokus, anderes Materialhaus, trotz des ähnlichen Namens keine Verwandtschaft.

Häufige Fragen zur Bekleidung von Mountain Equipment

Woran erkenne ich, ob eine Jacke GORE-TEX oder DRILITE hat?

Am Modellnamen nicht. Die Angabe steht meist im ersten oder zweiten Satz der Produktbeschreibung, zusammen mit der Denierzahl — bei Lhotse und Manaslu fehlt sie dort allerdings. Als Faustregel gilt: 80 Denier bedeutet GORE-TEX Pro, 75 und 70 Denier können beides sein, 50 Denier ist immer DRILITE. Die Zuordnung nach Preisklasse funktioniert nicht — die Orion-Jacke mit Hausmembran liegt über mancher GORE-TEX-Jacke.

Warum steht auf den Daunen- und Kunstfaserjacken keine Temperatur?

Weil der Hersteller das für unmöglich hält, und er sagt auch, warum: Dieselbe Jacke sei im Aufstieg zu warm und beim Sichern zu kalt, das Empfinden hänge stärker am Aktivitätsgrad als am Kleidungsstück. Für Schlafsäcke gibt er sehr wohl Temperaturen an. Zum Vergleichen bleibt nur die Füllmenge, und die veröffentlicht er fast nie.

Was bedeuten Active Fit, Alpine Fit und Mountain Fit?

Drei Schnittweiten, vom schmalsten zum weitesten: Active Fit auf wenig darunter ausgelegt, Alpine Fit als Mittelmaß für einen Midlayer, Mountain Fit mit Platz für eine dicke Isolationsschicht. Der Hersteller schränkt selbst ein, dass es Unterschiede von Modell zu Modell gibt.

Ist die Bekleidung PFAS-frei?

Teilweise, und das Wort trägt eine Fußnote. Der Hersteller bezieht die Aussage auf absichtlich zugesetzte Stoffe und räumt ein, dass die wasserabweisende Ausrüstung je nach Modell noch auf C6-Chemie beruht. Wer sicher gehen will, prüft die Angabe am konkreten Modell; seit der Winterkollektion 2024 weist er sie nach eigener Darstellung je Produkt aus.

Baut die Marke außer Bekleidung noch Schlafsysteme?

Ja, und zwar in großer Breite: Die Schlafsackseite der Marke behandelt elf Baureihen von der Kunstfaserdecke bis zum Polarmodell. Ein Zelt dagegen führt sie nicht; warum das belegt ist und was stattdessen in Frage kommt, steht auf der Zeltseite der Marke.

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