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Sea to Summit Bekleidung & Jacken Beratung

Markenlogo Sea to Summit

Die wichtigste Angabe auf dieser Seite ist eine Abwesenheit: Sea to Summit führt keine Bekleidung. Der Katalog des Herstellers umfasst 269 Artikel in 31 Produktgruppen, und keine dieser Gruppen ist eine Bekleidungsgruppe — keine Jacke, keine Hose, kein Funktionsshirt, kein Fleece, keine Unterwäsche. Auch in der Regalstruktur des Shops findet sich unter 103 Produktlisten keine einzige für Oberbekleidung. Was am Körper getragen wird, sind sechs Gamaschen und drei Regenponchos, und der Hersteller ordnet beide Gruppen selbst dem Zubehör zu, nicht der Kleidung: Sie stehen im Regal für Reise- und Outdoorzubehör, zwischen Packwürfeln und Insektenschutz.

Für die Kaufentscheidung heißt das zweierlei. Erstens: Wer hier eine Regenjacke sucht, wird keine finden — der Poncho ist eine andere Bauform mit anderen Grenzen, und die Marke behauptet auch nichts anderes. Zweitens: Die zwei Gruppen, die es gibt, sind in ihrem engen Feld durchaus ernst zu nehmen, vor allem die Gamaschen. Die Stärken dieser Marke liegen aber anderswo: bei den Schlafsäcken mit 15 Modellen und bei den wasserdichten Packlösungen. Wer eine Jacke braucht, findet sie im Überblick der Outdoor Marken.

Jacken, Hosen, Shirts im Katalog0 von 269 Artikeln; keine der 31 Produktgruppen ist Bekleidung (Herstellershop, abgerufen am 7. Oktober 2026)
Am Körper getragene Artikel6 Gamaschen und 3 Ponchos, dazu 3 Kopfnetze aus dem Insektenschutzregal
Wassersäule der Ponchos1.200 mm beim 15-D-Gewebe, 2.000 mm beim 70-D-Gewebe — ohne genanntes Prüfverfahren
Atmungsaktivitätfür kein Gamaschen- und kein Ponchomodell veröffentlicht, weder als RET noch als MVTR

Was die Marke am Körper führt

Die Angaben unten stammen aus den Datenblättern der Gamaschenübersicht des Herstellers und der Regenschutzübersicht des Herstellers (beide abgerufen am 7. Oktober 2026). Gewichte sind Paarangaben.

ModellBauformFür wenKennwertPreisklasse
Alpine EvacWadengamasche, Klett vornSkitour, Hochtour, schnelles Gehen250 bis 295 g; 70-D-Laminat oben, 900-D-Schuhteil; 38 bis 45 cm hoch€€
Quagmire Evackniehohe GamascheMoor, Schnee, Gelände ohne Weg300 bis 360 g; 1000-D-Schuhteil mit Futter; Schnellverschluss€€
GrasshopperWadengamasche, robustForstarbeit, Jagd, DornengeländeMerkmalliste nennt 450 D, der Beschreibungstext 600 D€
Spinifex NylonKnöchelgamaschewarme Gegenden, Sand und Geröll450-D-Polyester mit Nylonfutter; eine Größe€
Spinifex CanvasKnöchelgamasche, BaumwollmischungBuschgelände, trockene HitzeCanvas-Fassung desselben Schnitts; eine Größe€
TumbleweedKnöchelgamasche, elastischTrailrunning, leichte Wanderschuhe228T Taslan-Nylon; Gummizug oben und unten€
Ultra-Sil Nano Tarp PonchoPoncho mit AbspannpunktenNotfallregenschutz im Leichtgepäck1.200 mm; 15-D-Gewebe; 145 × 265 cm; Packmaß 13,5 × 7,5 × 7,5 cm€€
Ultra-Sil Nano PonchoPoncho ohne TarpfunktionStadt, Fahrrad, kurzer Schauerdasselbe 15-D-Gewebe, kleineres Zuschnittma߀
Nylon Tarp PonchoPoncho mit AbspannpunktenStandlager, Dauerregen, Rucksackabdeckung2.000 mm; 70-D-Gewebe; 420 g; 253 × 137 cm€€

Kennwerte: zwei Wassersäulen und keine Atmungsaktivität

Bei Bekleidung entscheiden zwei Zahlen, und der Hersteller liefert hier nur eine davon — und diese ohne Verfahren. Für die Ponchos nennt er 1.200 Millimeter beim 15-D-Nanogewebe und 2.000 Millimeter beim 70-D-Gewebe, in beiden Fällen ohne Hinweis auf ISO 811. Für die Gamaschen nennt er überhaupt keinen Wert; das Evac-Laminat heißt im Datenblatt nur „wasserdicht und atmungsaktiv", ohne Zahl. Was eine Wassersäule ohne Prüfnorm wert ist, erklärt das Glossar: Sie lässt sich nicht gegen die Angabe einer anderen Marke stellen.

Infografik
Outdoor Beratung und Ratgeber
Wasserdichtigkeit

Wassersäule: woher die Zahlen kommen

Die Wassersäule wird nach ISO 811 gemessen — Schwellenwerte enthält diese Norm aber keine. Jede Zahl, die als Grenze gilt, steht in einer anderen Norm, und die verlangt je nach Anwendung sehr Verschiedenes.

Bekleidung EN 343:2019

Campingzelt ISO 5912:2020

1 530 mm15 000 Pa beschichtetes Außenzelt, niedrigste Stufe
3 059 mm30 000 Pa beschichtetes Außenzelt, höchste Stufe
5 099 mm50 000 Pa Zeltboden, höchste Stufe

Mehr ist nicht automatisch besser

Der Zeltboden verlangt das Sechsfache der höchsten Bekleidungsklasse. Die Schwelle hängt an der Anwendung, nicht am Begriff „wasserdicht".

Zwei zulässige Anstiegsraten

ISO 811 erlaubt 10 oder 60 cm Wassersäule je Minute und schreibt selbst: Ergebnisse unterschiedlicher Raten müssen nicht gleich sein.

Gemessen wird die dritte Stelle

Notiert wird der Druck, bei dem Wasser an der dritten Stelle durchtritt — nicht der erste Tropfen. Der Erstwert ist nur nach Vereinbarung zulässig.

EN 343 ist Arbeitsschutzrecht

Die Klassen gehören zur PSA-Verordnung. Eine private Regenjacke gegen normales Wetter ist von deren Anwendungsbereich ausdrücklich ausgenommen.

Skala in Millimeter Wassersäule, umgerechnet aus den Pascal-Werten der Normen (1 Pa = 0,101 971 62 mm H₂O). Die verbreitete Aussage „ab 800 mm gilt etwas als wasserdicht" hat keinen Ursprung in einer Norm: 8 000 Pa sind schlicht die unterste Klassengrenze von EN 343. Eine Definition von „wasserdicht" für Freizeitkleidung existiert nicht.

Mit KI-Unterstützung erstellt Schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung.

Entscheidender ist die Einordnung der Höhe. 1.200 und 2.000 Millimeter liegen unter dem, was unter dem Schulterriemen eines Rucksacks sinnvoll ist — dort wirkt Auflagedruck, und unter Druck gibt eine Beschichtung zuerst nach. Ein Poncho umgeht das, weil er locker hängt und den Rucksack mit überdeckt; dafür fehlt ihm der Sitz am Körper. Welche Grenzwerte für Regenjacken und Hardshelljacken gelten, steht unter Wassersäule und Atmungsaktivität.

Die zweite Zahl fehlt ganz. Für keines der neun Teile veröffentlicht der Hersteller einen RET-Wert nach ISO 11092 und keinen MVTR-Wert mit Prüfverfahren. Bei einem Poncho ist das verzeihlich — er lüftet über die offenen Seiten, nicht über das Material. Bei einer Gamasche, die beim Aufstieg direkt über dem Unterschenkel sitzt, ist es eine echte Lücke: Dort ist Dampfdurchgang die Eigenschaft, auf die es ankommt, und ohne Zahl bleibt die Werbeaussage „atmungsaktiv" unprüfbar. Was die Angabe überhaupt leisten müsste, steht unter Atmungsaktivität.

Belastbar ist dagegen die dritte Größe: die Fadenstärke. Die Gamaschen staffeln sich im Schuhbereich von 228T Taslan über 450 D bis 900 und 1000 D — genau die Zone, in der eine Gamasche kaputtgeht, am Steigeisen, am Schuhrand und am Dornenbusch. Was Denier aussagt, steht im Glossar. Beim Grasshopper widersprechen sich die Angaben derselben Produktseite: Der Beschreibungstext nennt 600 D Ripstop-Polyester, die Merkmalliste 450 D. Wir nennen deshalb beide Werte und keinen als gesichert.

Ein Flächengewicht in Gramm je Quadratmeter fehlt für jeden dieser Stoffe — genau die Angabe, die einen Stoffvergleich zwischen zwei Marken erst möglich macht.

Technologien

Ultra-Sil Nano ist das Gewebe, auf dem die Ponchos beruhen: 15 D Nylon, außen silikonisiert, innen mit Polyurethan beschichtet. Die Silikonschicht nach außen bringt Reißfestigkeit, die Polyurethan-Schicht nach innen die Dichtwirkung — eine Kombination, die aus dem Packsackbau stammt und hier als Regenschutz zweitverwendet wird. Das erklärt auch, warum der Tarp-Poncho zugleich als Unterlage und als Zeltdach beworben wird: Es ist Zeltstoff, nicht Jackenstoff. Eine Membran im Sinne eines Laminats mit Dampfdurchgang ist es ausdrücklich nicht; der Unterschied steht unter Membran.

Evac heißt das Laminat der beiden Hochtourengamaschen; derselbe Stoff sitzt im Boden der Packsäcke, dort als luftdurchlässige, aber wasserdichte Schicht. An der Gamasche liegt er oben, während der untere Teil aus reinem Verschleißgewebe besteht — ein zweigeteilter Aufbau, der die Lebensdauer an die Stelle verlegt, die sich tauschen lässt. Dazu passen zwei Details: ein austauschbares Hypalon-Band unter dem Schuh, für das es ein Ersatzteil im Katalog gibt, und ein Schnürhaken aus Edelstahl der Sorte 316.

Bei der Oberflächenbehandlung arbeitet die Marke durchgehend mit fluorfreien C0-Rezepturen. Das betrifft die Haltbarkeit der Wasserabweisung: Eine fluorfreie DWR-Ausrüstung muss häufiger reaktiviert werden — wie, steht unter Pflege.

Preisniveau

€. Alle neun Teile liegen im unteren Band — keine Positionierung, sondern eine Folge der Gattung: Gamaschen und Ponchos sind Zubehör und kosten so viel wie ein Packsack. Im oberen Drittel liegt bei dieser Marke nur das Schlafsortiment. Eine Einordnung in Jackenpreisklassen ist nicht möglich, weil es keine Jacken gibt.

Für wen — und für wen nicht

Passend ist die Marke für zwei schmale Fälle. Erstens für Gamaschen: Mit sechs Modellen von der Knöchelgamasche für Trailrunning bis zur kniehohen Fassung mit 1000-D-Schuhteil ist das Angebot vollständiger als bei den meisten Bekleidungsherstellern, und das austauschbare Unterfußband macht den Verschleißteil zum Ersatzteil. Zweitens für den Notfallregenschutz im Leichtgepäck: Ein Poncho, der eingerollt 13,5 Zentimeter lang ist und zugleich als Tarp und Unterlage dient, hat dort eine Berechtigung, die keine Jacke hat.

Unpassend ist sie für alles, was man sonst unter Outdoorbekleidung versteht. Es gibt keine Jacke, keine Hose, kein Shirt und keine Isolationsschicht — wer nach dem Zwiebelschalenprinzip ausstattet, kann hier keine einzige Lage kaufen. Für regelmäßigen Dauerregen sind die Ponchos der falsche Griff: 1.200 Millimeter sind wenig, der Schnitt sitzt nicht, und bei Wind schlägt das Tuch. Und wer eine belegte Atmungsaktivität braucht, etwa für schweißtreibende Aufstiege, findet im ganzen Sortiment keine einzige Zahl dazu.

Alternativen im Bekleidungsbereich

  • RAB — Achse Isolation: die Daunenjacke, die hier fehlt.
  • Mountain Equipment — Achse Hardshell mit veröffentlichten Kennwerten.
  • Haglöfs — Achse vollständige Schichtkette.
  • Vaude — Achse Regenbekleidung im mittleren Preisband.
  • Jack Wolfskin — Achse Sortimentsbreite.

Häufige Fragen

Gibt es eine Regenjacke von dieser Marke?

Nein. Im Regenschutzregal stehen drei Ponchos, ein Rucksacküberzug und zwei Regenschirme, dazu drei Sitzkissen. Eine Jacke mit Reißverschluss, Kapuze und Ärmeln führt der Hersteller nicht — in keiner der 31 Produktgruppen seines Katalogs. Für eine Jacke lohnt der Blick auf Regenmantel und die dort genannten Bauformen.

Taugt der Tarp-Poncho als Hauptregenschutz?

Für eine Sommertour in gemäßigtem Klima ja, als dauerhafter Wetterschutz nein. Der Hersteller gibt 1.200 Millimeter für das 15-D-Gewebe an, ohne Prüfverfahren, und beschreibt das Teil ausdrücklich als Lösung für gemäßigte Klimazonen und als Notfallunterstand. Für Dauerregen ist die 70-D-Fassung mit 2.000 Millimetern und 420 Gramm die belastbarere Wahl.

Welche Gamasche passt zu welchem Schuh?

Die Knöchelmodelle Tumbleweed und Spinifex sind für Trailrunningschuhe und leichte Wanderschuhe gedacht, Alpine Evac und Quagmire Evac für steigeisenfeste Schuhe mit höherem Schaft. Das Unterfußband entscheidet mit: Es ist bei den Evac-Modellen aus Hypalon und austauschbar. Welche Schuhtypen es gibt, steht unter Wanderschuh Typen.

Warum nennt der Hersteller keinen RET-Wert?

Das sagt er nicht. Belegt ist nur, dass in keinem der neun Datenblätter ein RET-Wert nach ISO 11092 und kein MVTR-Wert mit Prüfnorm steht. Bei Zubehörteilen ist das verbreitet; prüfbar wird die Aussage „atmungsaktiv" dadurch nicht.

Wie unterscheiden sich die beiden Nano-Ponchos?

Nur im Zuschnitt. Beide bestehen aus demselben 15-D-Nanogewebe; die Tarp-Fassung ist größer, hat Abspannpunkte und lässt sich als Zweipersonenunterstand oder Unterlage nutzen, die einfache Fassung nicht. Für Stadt und Fahrrad genügt die kleinere, für eine Tour mit Übernachtung ist die größere die vielseitigere.

Sind die Kopfnetze Bekleidung?

Der Hersteller führt sie im Insektenschutzregal, nicht bei der Kleidung. Drei der fünf Artikel dort sind Kopfnetze über Hut oder Kapuze, die beiden anderen Netzzelte. Als Bekleidungslage zählen sie nicht.

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