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Hohlfasermembran

Wasser & Aufbereitung Redaktion Outdoorberater Stand 10/2026

Die Hohlfasermembran ist heute die verbreitetste Filtertechnik für Wasserfilter im Rucksack. Sie löst das Grundproblem jeder Filtration: möglichst viel Filterfläche auf möglichst wenig Raum.

Der Aufbau

In einem Gehäuse liegt ein Bündel sehr feiner Kunststoffröhrchen — die Hohlfasern. Ihre Wände sind porös, mit Öffnungen im Bereich von 0,1 bis 0,2 Mikrometern. Das Rohwasser umspült die Fasern von außen und wird durch die Wände nach innen gedrückt; das gefilterte Wasser sammelt sich in den Faserlumen und läuft am Ende zusammen.

Weil jede einzelne Faser Filterfläche beiträgt, ergibt ein Bündel von einigen hundert Fasern eine Fläche, die ein flaches Filterblatt gleicher Baugröße um ein Vielfaches übertrifft. Das erklärt den hohen Durchfluss bei geringem Gewicht.

Infografik
Outdoor Beratung und Ratgeber
Wasserfilter

Warum es ein Bündel ist und kein Schlauch

Die Hohlfasermembran ist heute die verbreitetste Filtertechnik für Wasserfilter im Rucksack. Sie löst das Grundproblem jeder Filtration: möglichst viel Filterfläche auf möglichst wenig Raum.

Quer durchgeschnittenes Bündel feiner weißer Röhrchen in einer zylindrischen Hülle: Jedes Röhrchen zeigt im Schnitt einen eigenen Hohlraum mit gleichmäßig dicker Wand.
  1. Jedes Röhrchen ist ein eigener Filter

    Das Wasser tritt durch die Wand ein und fließt im Inneren weiter. Jede Röhrchenwand bringt ihre eigene Filterfläche mit — hunderte davon ergeben die Fläche, die ein einzelner Schlauch nie hätte.

  2. Die Wand hält zurück, nicht das Loch

    Gefiltert wird in der Wandstärke, nicht an der Öffnung. Deshalb ist die Porengröße eine Eigenschaft des Werkstoffs und nicht des sichtbaren Kanals.

  3. Frost zerstört sie unbemerkt

    Bleibt Wasser in den Poren und gefriert, sprengen die Eiskristalle die Wandstruktur. Von außen sieht der Filter danach unverändert aus und filtert trotzdem nicht mehr.

Deshalb gehört ein benutzter Hohlfaserfilter im Winter in den Schlafsack und nicht in den Rucksack — und wer ihn einmal hat einfrieren lassen, ersetzt ihn. Es gibt keine Prüfung im Gelände, die einen Frostschaden sichtbar machen würde.

Mit KI-Unterstützung erstellt Schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung.

Der Frostschaden

Nach dem Gebrauch bleibt Wasser in den Fasern stehen. Gefriert es, dehnt es sich aus und sprengt die feinen Wände. Der Schaden ist von außen nicht erkennbar — und er macht sich in einer Weise bemerkbar, die leicht falsch gedeutet wird: Der Filter läuft danach schneller, weil die Öffnungen größer geworden sind. Zurückgehalten wird nichts mehr.

Deshalb gilt für benutzte Hohlfaserfilter die Regel, sie bei Frostgefahr am Körper oder im Schlafsack zu tragen. Ein Filter, der eine Nacht im Frost gestanden hat, wird ausgesondert — eine Prüfmöglichkeit unterwegs gibt es nicht.

Warum sie sich durchgesetzt hat

Gegenüber flachen Membranen und Keramik bietet die Hohlfaser das beste Verhältnis aus Filterfläche, Gewicht und Durchfluss. Das macht sie zur Standardlösung für alles, was im Rucksack mitgeht.

Pflege

Setzen sich die Fasern von außen zu, lässt sich der Belag durch Rückspülung entfernen. Nach der Tour muss die Membran vollständig trocknen, sonst verkeimt sie innen.

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