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Rettungsdecke

Erste Hilfe & Notfall Redaktion Outdoorberater Stand 10/2026

Die Rettungsdecke ist eine dünne Folie aus Polyethylenterephthalat, beidseitig mit einer Aluminiumschicht bedampft; die eine Seite erscheint silbern, die andere golden. Für den Verbandkasten für Kraftfahrzeuge schreibt DIN 13164 eine Rettungsdecke von mindestens 210 × 160 Zentimetern vor; dieselbe Position führen die Notfalllisten der Alpinverbände.

Woher die Wirkung kommt

Sie kommt aus drei Richtungen zugleich: aus der Reflexion von Infrarotstrahlung, aus der Unterbindung von Konvektion und Verdunstung und aus der Wirkung als Dampfsperre. Die beiden letzten tragen mehr, als der Glanz vermuten lässt. In einer Messung an einer thermischen Puppe mit zwölf Decken und Rettungssäcken bei drei Windstufen lagen die Dämmwerte zwischen 2,0 und 6,0 clo; winddichte Materialien behielten im Wind 60 bis 80 Prozent ihrer Dämmung, luftdurchlässige fielen auf 30 bis 50 Prozent. Die Folie gewinnt also dort, wo es weht.

Für den Strahlungsanteil gilt eine Bedingung, die oft untergeht und im Eintrag zur Wärmestrahlung steht: Die blanke Fläche muss der Quelle zugewandt und durch eine Luftschicht von ihr getrennt sein. Flach auf die Haut gelegt, leitet sie.

Wo sie aufhört

Eine Rettungsdecke ist kein Biwacksack: Sie ist nicht robust genug und bildet keine geschlossene Hülle, in der sich ein wärmendes Luftpolster aufbauen könnte. In der Leitlinienlogik zur Unterkühlung ist sie die Dampfsperre über der Dämmung, nicht die Dämmung selbst — ohne Isolationsschicht darunter bleibt wenig übrig.

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