Deckelfach: die griffbereite Deckeltasche am Rucksack
Tragesysteme Redaktion Outdoorberater Stand 10/2026
Das Deckelfach ist die Tasche im Deckel eines Rucksacks. Viele Modelle haben zwei: eine auf der Oberseite und eine kleinere, flache an der Unterseite, die beim Öffnen nach unten hängt.
Bei einem Toploader hat dieses Fach eine Sonderstellung: Es ist der einzige Stauraum, an den man kommt, ohne den Rucksack auszuräumen. Was dort nicht liegt, ist unterwegs praktisch nicht verfügbar.
Was hineingehört
Alles, was man im Gehen oder in einer kurzen Pause braucht: Karte, Riegel, Sonnenschutz, Mütze und Handschuhe, Stirnlampe, Erste-Hilfe-Beutel. Das untere Fach eignet sich für Flaches und Empfindliches — Papiere, Brille.
Was dort nicht hineingehört, folgt aus der Lage: Der Deckel sitzt ganz oben und meist etwas hinten, also am längsten Hebel (siehe Packreihenfolge). Schwere Dinge wirken dort besonders stark nach hinten — ein voller Deckel mit zwei Kilogramm zieht spürbar mehr als dieselben zwei Kilogramm in der Mitte am Rücken.

Wie das Gurtbandraster hält
Ein Raster aus aufgenähten Gurtbändern sieht nach Zubehör aus, ist aber ein Befestigungssystem mit einer festen Regel.

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Die Reihen
Waagerechte Gurtbänder in gleichem Abstand übereinander. Abstand und Schlaufenbreite sind genormt — deshalb passt Zubehör verschiedener Hersteller aufeinander.
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Die Quernähte
Kurze senkrechte Nähte teilen jedes Band in Schlaufen. Sie tragen die Last, nicht das Band selbst.
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Abwechselnd gefädelt
Der senkrechte Streifen läuft mal vor, mal hinter einer Reihe. Dadurch verzahnt er mehrere Reihen und kann sich nicht herausziehen.
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Das freie Ende
Unten wird der Streifen gesichert — meist mit Druckknopf oder Klettlasche. Ohne diese Sicherung arbeitet sich die Fädelung bei Bewegung wieder heraus.
Das Raster kostet Gewicht und Angriffsfläche: Jedes Gurtband wiegt mit, fängt Äste und saugt Wasser. Es lohnt sich dort, wo wirklich wechselndes Zubehör angebaut wird — und ist an einem Rucksack, der immer gleich gepackt wird, mitgetragener Ballast.

Abnehmbare Deckel
Bei vielen Trekkingrucksäcken lässt sich der Deckel abnehmen. Zwei Dinge lassen sich damit anfangen.
Erstens: Er wird zur Hüft- oder Umhängetasche für den Gipfelgang — Riegel, Karte und Telefon, während der Rucksack am Lager bleibt.
Zweitens: Er wird zu Hause gelassen. Das spart je nach Modell einige Hundert Gramm. Der Packsack schließt dann über den Tunnelzug allein, meist zusätzlich gesichert über eine Spannlasche. Wer das vorhat, prüft vorher, ob der Rucksack ohne Deckel noch dicht schließt — bei starker Beladung steht der Tunnel sonst offen.
Ein Hinweis zur Belastung: Der Deckel wird oft über Riemen gespannt, unter die zusätzlich etwas geklemmt wird — eine Jacke, eine Isomatte. Das hält nur, solange der Deckel straff sitzt; lockert er sich, wandert die Ladung seitlich und zieht den Rucksack schief.

