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GPX: das Austauschformat für Wegpunkte, Routen und Tracks

Navigation & Orientierung Redaktion Outdoorberater Stand 10/2026

GPX steht für GPS Exchange Format. Der Herausgeber TopoGrafix beschreibt es als leichtgewichtiges XML-Datenformat für den Austausch von GPS-Daten — Wegpunkten, Routen und Tracks — zwischen Anwendungen und Webdiensten. Dahinter steht kein Normungsgremium und kein Gerätehersteller: Fassung 1.0 erschien 2002, die seit dem 9. August 2004 gültige Fassung 1.1 ist die, auf die sich heutige Geräte und Tourenportale beziehen.

Was im Schema festgeschrieben ist

Zwei Festlegungen stehen im Schema selbst und gelten für jede Datei: Alle Koordinaten beziehen sich auf das Datum WGS 84, Breite und Länge in Dezimalgrad, und alle Maße sind metrisch, die Höhe also in Metern. Der Zeitstempel ist ausdrücklich keine Ortszeit, sondern koordinierte Weltzeit nach ISO 8601.

Die drei Elementnamen

Praktisch entscheidend sind drei Elementnamen, und das Schema definiert sie unterschiedlich. Ein wpt ist ein einzelner Punkt — ein Wegpunkt, ein interessanter Ort oder ein benanntes Kartenobjekt. Eine rte ist eine Route, also eine geordnete Liste von Wegpunkten, die eine Folge von Wendepunkten zu einem Ziel darstellt. Ein trk ist ein Track, eine geordnete Liste von Punkten, die einen Weg beschreibt.

Der Unterschied zwischen den letzten beiden ist der, an dem Übergaben scheitern. Eine Route ist eine Absicht: wenige Punkte, nämlich die Stellen mit Richtungswechsel, aus denen ein Gerät Abbiegehinweise bauen kann. Ein Track ist ein Protokoll: viele Punkte, die den Verlauf abbilden, aber keine Wendepunkte benennen. Ein Track besteht zusätzlich aus Abschnitten, und das Schema nennt den Grund — ein neuer Abschnitt beginnt dort, wo der Empfang abriss oder das Gerät aus war.

Was außer der Position noch drinstehen darf

Zu jedem Punkt lässt das Schema weitere Felder zu, und drei davon beantworten Fragen, die sonst offenbleiben. ele trägt die Höhe in Metern. geoidheight daneben ist nach der Beschreibung des Schemas die Höhe des Geoids, also des mittleren Meeresspiegels, über dem WGS-84-Ellipsoid — das Format kennt die Unterscheidung zweier Höhenbegriffe also und hält beide getrennt, wie sie bei WGS 84 beschrieben ist. Und magvar nimmt die magnetische Variation am Punkt in Grad auf, also den Wert, der im Gelände Deklination heißt.

Eine zweite Gruppe beschreibt nicht den Ort, sondern die Güte seiner Bestimmung: sat die Zahl der für die Lösung benutzten Satelliten, fix die Art der Positionsbestimmung und die drei dop-Werte die geometrische Güte der Satellitenverteilung. Wo diese Felder gefüllt sind, lässt sich an einer fremden Aufzeichnung ablesen, unter welchen Bedingungen sie entstanden ist. Pflicht ist nichts davon — das Schema verlangt je Punkt nur Breite und Länge, alles Weitere ist zulässig, nicht gefordert.

Der wichtigste Satz des Schemas für den Alltag steht beim Element extensions: Dort lässt sich GPX um eigene Elemente aus einem anderen Schema erweitern. Genau darin stecken Herzfrequenz, Trittfrequenz, Temperatur und was ein Hersteller sonst aufzeichnet — und genau deshalb gehen diese Angaben beim Wechsel zwischen Programmen oft verloren: Sie sind nicht Teil von GPX, sie sind nur darin abgelegt. Was ein Empfänger an Lagegenauigkeit überhaupt liefert und wie zwei Quellen dazu zu zwei Zahlen kommen, führt der Ratgeber GPS und Smartphone aus.

Weil die Werte in Dezimalgrad vorliegen, die amtliche deutsche Karte aber ein UTM-Gitter in Metern trägt, rechnet das Gerät beim Anzeigen um. Was dabei an Lagegenauigkeit überhaupt zu erwarten ist, steht im Ratgeber GPS und Smartphone; die Einordnung aller Navigationsmittel auf der Übersicht Navigation.

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