mAh und Wattstunden
Licht & Energie Redaktion Outdoorberater Stand 10/2026
Eine Milliamperestunde ist eine Ladungsmenge, eine Wattstunde eine Energiemenge. Nur die zweite sagt, wie oft ein Telefon vollgeladen wird, denn Energie ist Ladung mal Spannung. Eine mAh-Zahl ohne Spannung ist deshalb keine Kapazitätsangabe, sondern die Hälfte einer.
Wattstunden = Milliamperestunden x Volt / 1.000
2.500 mAh bei 14,8 V = 37 Wh
9.600 mAh bei 3,7 V = 35,5 WhWarum zwei Geräte mit 10.000 mAh verschieden viel enthalten
Beide Zahlen oben stehen für rund 36 Wattstunden, und sie entstehen aus völlig verschiedenen Zellen. Das erste Gerät trägt dennoch „10.000 mAh" auf dem Gehäuse: Sein Datenblatt erklärt den Wert als Einzelzellenäquivalent bei 3,7 Volt, während die eingebauten Zellen in Reihe auf 14,8 Volt liegen und nur 2.500 mAh führen. Die große Zahl ist also ein Rechenwert, der eine fiktive Einzelzelle unterstellt. Wer zwei Geräte nach mAh sortiert, sortiert sie nicht nach Energie — die Herleitung mit vier Beispielblättern steht im Ratgeber zu Powerbank und Solarpanel.
Nennenergie und nutzbare Energie
Auch die Wattstunden der Zellen sind nicht die Energie an der Buchse. Dazwischen liegt eine Elektronik, die auf 5 Volt wandelt und dabei verliert. Gerechnet über 14 Blätter eines Herstellers, der beide Werte nennt, kommen am USB-Ausgang 70 bis 90 Prozent an, im Mittel 85 Prozent.
Für Wattstunden gibt es einen zweiten, harten Grund: Die in der Zivilluftfahrt übliche Grenze von 100 Wh für Akkus im Handgepäck bezieht sich auf die Energie. Ein Gerät, das nur eine mAh-Zahl nennt, kann sie nicht belegen. Bei Lampen hängt umgekehrt die Leuchtdauer an derselben Größe — und das Gewicht der Energiequelle zählt ins Basisgewicht.
