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ePTFE: die Grundlage mikroporöser Membranen

Fasern & Garne Redaktion Outdoorberater Stand 10/2026

ePTFE steht für expandiertes — gerecktes — Polytetrafluorethylen. PTFE ist derselbe Kunststoff, der als Antihaftbeschichtung in Pfannen sitzt; im Outdoorbereich ist seine gereckte Form die Grundlage der bekanntesten mikroporösen Membranen.

~0,2 µmPorengröße nach dem Recken
Knoten und Fibrillendie Struktur, die dabei entsteht
1969Jahr der Patentanmeldung des Reckverfahrens
Ölder Stoff, der die Poren zusetzt

Was beim Recken passiert

Eine PTFE-Folie wird unter Wärme schnell auseinandergezogen. Dabei reißt das Material nicht glatt durch, sondern bildet ein Netz aus festen Knoten und feinen Fasern (Fibrillen), zwischen denen Hohlräume bleiben. Diese Hohlräume sind die Poren.

Infografik
Outdoor Beratung und Ratgeber
Membranen

Mit Poren oder ohne

Beide Bauarten halten Wasser zurück und lassen Dampf durch — auf völlig verschiedenen Wegen. Die eine hat Öffnungen, die zu klein für einen Tropfen und groß genug für ein Dampfmolekül sind. Die andere hat überhaupt keine.

Mikroporös

Gewundene Kanäle durch die Folie

Stark vergrößerter Querschnitt durch eine mikroporöse Membran: Gewundene Kanäle ziehen sich durch die Folie, oben liegt ein Wassertropfen, der um ein Vielfaches größer ist als die Öffnungen. Tropfen bleibt oben gewundene Kanäle

Der Dampf findet durch die Kanäle hindurch. Der Tropfen ist zu groß für sie und bleibt liegen — solange die Kanäle nicht durch Schmutz oder Öl belegt sind.

Im Gebrauch
Atmet schnell, reagiert empfindlich auf Verschmutzung

Porenlos

Geschlossene Folie

Stark vergrößerter Querschnitt durch eine porenlose Membran: Die Folie ist vollkommen geschlossen, im Inneren sind nur Molekülketten angedeutet; der Wassertropfen oben dringt nicht ein. keine Öffnung

Es gibt keine Öffnung. Der Dampf wird an der Innenseite gebunden, wandert durch das Material und tritt außen wieder aus — getrieben vom Feuchteunterschied.

Im Gebrauch
Unempfindlich gegen Schmutz, braucht ein Gefälle

Daraus folgt der Unterschied im Gebrauch: Die mikroporöse Membran arbeitet sofort, verliert aber Leistung, wenn ihre Kanäle zusetzen — deshalb das Waschen. Die porenlose braucht ein Feuchtegefälle und kommt bei geringer Anstrengung kaum in Gang, altert dafür unempfindlicher.

Mit KI-Unterstützung erstellt Schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung.

Das Ergebnis ist ein Material, das zugleich fest, dünn und durchlässig ist — und zwar durchlässig in einer Größenordnung, die Dampf passieren lässt und Tropfen nicht. Die Rechnung dazu steht unter Membran.

Die Eigenschaften, die aus dem Werkstoff folgen

PTFE und die PFAS-Frage

PTFE gehört chemisch zu den per- und polyfluorierten Stoffen. Die seit dem 10. Oktober 2026 geltende Beschränkung nach Verordnung (EU) 2024/2462 betrifft allerdings PFHxA und verwandte Stoffe in Textilien — nicht das Polymer PTFE selbst.

Praktisch heißt das: Die Membran bleibt zulässig, die fluorbasierte Imprägnierung auf dem Oberstoff nicht. Die Einzelheiten stehen auf der Normseite PFAS in Outdoorausrüstung. Unabhängig davon arbeiten mehrere Hersteller an PFAS-freien Membranen auf Polyethylenbasis.

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