Leuchtweite
Licht & Energie Redaktion Outdoorberater Stand 10/2026
Die Leuchtweite ist die Entfernung zwischen Lampe und dem Punkt, an dem die Beleuchtungsstärke auf 0,25 Lux abgefallen ist. So definiert sie ANSI/PLATO FL 1-2019, und ein Hersteller gibt es in eigenen Worten wieder: die maximale Entfernung, an der die Leuchtstärke nur noch 0,25 Lux beträgt, abhängig von der Leuchtkraft und vor allem von der Form des Lichtkegels.
Keine eigene Messung
Aus dieser festen Schwelle folgt die Meterzahl rechnerisch aus der Lichtstärke. Die Beleuchtungsstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab; setzt man 0,25 Lux als Grenze, bleibt eine einzige Wurzel übrig.
Leuchtweite in Metern = Wurzel aus (Candela / 0,25) = 2 x Wurzel aus Candela
Probe: 2.130.800 cd ergeben 2.919 m — das Datenblatt nennt 2.900 mDie Probe ist im Bestand an zwei Stellen geführt. Der Ratgeber zur Taschenlampe rechnet sie her, der zur Stirnlampe prüft sie an 85 Datenblättern nach, auf denen beide Werte stehen: 77 davon gehen auf zwei Prozent genau auf, 83 auf fünf Prozent. Die veröffentlichte Leuchtweite ist damit die Candela-Angabe in anderer Schreibweise — und umgekehrt lässt sie sich zurückrechnen, wo nur Meter dastehen.
Große Weite heißt enger Kegel
Weil die Weite an der Bündelung hängt und nicht an der Lichtmenge, ist eine hohe Meterzahl kein Gütezeichen, sondern eine Bauentscheidung. Über 142 Stirnlampenblätter reicht die Angabe von 7 bis 450 Metern, über 109 Taschenlampenblätter von 12 bis 2.900. Ein Kegel, der 2.900 Meter trägt, ist auf drei Meter ein Fleck — für den Boden vor den Füßen die schlechteste Wahl.
Zwei Vorbehalte gehören dazu. Die Meterzahl gilt für die hellste Einstellung, während die Leuchtdauer daneben für die niedrigste gilt. Und welcher Sehaufgabe 0,25 Lux entsprechen, legen die eingesehenen Herstellerangaben nicht fest: Die Schwelle ist eine Rechengrenze, keine Arbeitshelligkeit. Wie weit man bei dieser Entfernung tatsächlich noch etwas erkennt, sagt keine der Quellen.
