IP-Schutzart
Messwerte & Normen Redaktion Outdoorberater Stand 10/2026
Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein Gehäuse sein Inneres gegen Fremdkörper und Flüssigkeiten abschirmt. Die zuständige Norm ist IEC 60529, in Europa als EN 60529 übernommen; sie legt die Kennzahl und die Prüfungen fest, mit denen sie belegt wird. Der Code besteht aus den Buchstaben IP und zwei Ziffern.
Erste Ziffer, zweite Ziffer, X
Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen feste Fremdkörper und Staub, die zweite für den Schutz gegen Wasser. IP64 heißt also staubdicht und gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt; so führt es der Bestand bei Ortlieb, wo 13 von 19 Packtaschen diese Klasse tragen, vier IP67 und zwei IP53.
Steht an einer Stelle ein X, wurde dafür nicht geprüft oder nichts angegeben. IPX4 sagt deshalb nichts über Staub — nur, dass Spritzwasser aus allen Richtungen geprüft wurde. Wer IPX7 und IP67 nebeneinander sieht, sieht dieselbe Wasserprüfung, einmal ohne und einmal mit zugesagter Staubdichtheit. Das Handbuch eines Geräteherstellers erläutert IPX7 im Fußnotentext: wasserdicht bis 1 Meter Tiefe für bis zu 30 Minuten.
Was ANSI/PLATO FL 1 dazu beiträgt
Die Lampennorm ANSI/PLATO FL 1-2019 definiert fünf eigene Größen, und die Schutzart ist keine davon. Sie ergänzt stattdessen Abnahmekriterien für IPX4, IPX7 und IPX8: Nach dem Test muss die Lampe sofort und 30 Minuten später funktionieren, bei IPX4 sind Wassertropfen im Gehäuse zulässig, solange kein Kurzschluss auftritt, bei IPX7 nicht. Ein Hersteller prüft nach dem Ablauf der IEC 60529 und bewertet nach diesen Kriterien.
Im Bestand reicht die Angabe über 142 Stirnlampenblätter von IPX4 bis IP68, genannt auf 112 von ihnen; ein Hersteller führt 11-mal IPX4, 4-mal IP67 und 1-mal IPX7. Bei den Taschenlampen steht sie nur auf 45 von 109 Blättern, und eines trägt ausdrücklich IP00 — weder staub- noch wassergeschützt. Die Zählungen stehen im Ratgeber zur Stirnlampe.
