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Lundhags Wanderschuhe Beratung & Ratgeber

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Der Stiefel ist bei dieser Marke keine Nebenlinie. Die Schuhübersicht des Herstellers führt 65 Adressen, davon 33 Wander-, Trekking- und Winterstiefel; der Rest sind 23 Zubehörartikel, drei Pflegemittel, fünf Ski- und Skateschuhe und ein Freizeitmodell (abgerufen am 7. Oktober 2026, gezählt über die Herstellersitemap). Das Entscheidende steht aber nicht in der Zahl, sondern im Fehlen eines Feldes: Keines dieser 33 Datenblätter nennt eine Membran.

Stattdessen beschreibt der Hersteller eine eigene Bauweise, den Schalenstiefel: Lederschaft und wasserdichter Zellgummiboden bleiben getrennte Bauteile, und zwischen Fuß und Schale sitzt keine feste Fütterung, sondern eine austauschbare Einlegesohle und nach Herstellervorgabe zwei Paar Wollsocken. Damit trennen hier nicht Machart und Membran die Modelle, sondern Schafthöhe, Leisten und Gewicht.

33 von 65Wander-, Trekking- und Winterstiefel unter den Schuhadressen des Herstellers, Stand 10/2026
0 von 33Datenblätter mit einem Membranfeld
19 bis 31 cmSchafthöhe, soweit das Feld eine Zahl trägt — bei 14 der 33 Modelle
390 bis 1.180 gGewichtsangaben des Herstellers, ohne genannte Bezugsgröße

Die Stiefelfamilien und wofür sie gebaut sind

Die Werte stehen in den Feldern „Materialien“ und „Technische Daten“ der Produktseiten, nicht im Beschreibungstext; alle 33 am 7. Oktober 2026 einzeln abgerufen. Die Preisklassen gelten innerhalb des Stiefelsortiments.

BaureiheModellefür wenKennwerte aus dem DatenblattPreisklasse
Jaure II und Mira II5 (zwei davon in Weitenfassung)Mehrtagestour mit Last, nassDreilagenschaft, Terracare-Nubuk 1,4–2,0 mm, Certech EXP, Vibram Traction oder Curcuma, 23–31 cm, 660–1.030 g€€€
Vandra II4 (zwei in Weitenfassung)Tagestour und Hüttenwegdrei Einlagenschäfte, einer mit Arnedry-Futter; Terracare 2,0 oder Perwanger 1,8 mm, Vibram Traction oder Curcuma, 22–30 cm, 810–870 g€€
Forest II und Professional II4 (zwei in Weitenfassung)Arbeit und Forst, hoher SchaftTerracare-Vollnarbenleder, Certech 3,5 mm, Rubbermac Defender mit Zehenschutz, 27 cm, 780–880 g€€€
Padje Light Trekking4 (Damen- und Herrenleisten)leichtes TrekkingTerracare-Nubuk 1,4 mm, Ariaprene REV, Vibram Curcuma, 19/21 cm bis „High“, 550–750 g€€€
Tived Trail4 (Halbschuh und Mid, je Damen und Herren)schnelles Gehen auf WegenVeloursleder 1,4 mm, Liba-Smart-Spritzrand 1,5 mm, eigene Trail-Sohle, 390–520 g€€
Bjerg II und Bjerg Low3Einstieg, ZustiegscharakterWildleder 1,6–1,8 mm, TPU-Film, Vibram Pepe, 500–600 g€
Tjakke II2 (Normal- und Schmalfassung)Trekking, mittleres PreisbandArnedry-Futter, Ariaprene MAX, Polyurethan-Zwischensohle, 644–655 g€€
Skare Expedition und Skare II3Kälte und SchneePerwanger-Leder, bei der Expedition-Reihe auf Certech 5.0; herausnehmbarer Woll-Innenschuh, Vibram Mottarone mit Arctic Grip, 870–1.180 g€€€
Forest Insulated, Myrk, Tived Insulated3Winterweg, Hof, SchlittschuhtourTerracare-Nubuk geölt 2,0 mm oder Wildleder 1,6–1,8 mm, Certech 2,5 mm, Wollfilz 3 mm, Polar-Grip-Sohle, 560–815 g€€
Mattmar Made in Järpen1leichter HalbschuhTerracare-Vollnarbenleder, 3,5 mm Zellkautschuk, Vibram Morflex, 490 g — ohne Leisten- und Schaftangabe€€

Kennwerte beim Wanderstiefel, auf Lundhags bezogen

Machart. Kein Feld, und das folgt aus der Bauweise: Verbunden werden nicht Schaft und Laufsohle, sondern Schaft und eine wasserdichte Zellgummischale, auf die die Laufsohle folgt. Ein zwiegenähter Stiefel steht im Sortiment nicht; wie die Schichten liegen, beschreibt eine eigene Darstellung zum Schalenprinzip (abgerufen am 7. Oktober 2026).

Ein- oder Dreilagenschaft. Diese Unterscheidung leistet hier, was bei anderen die Machart leistet. Der Einlagenschaft ist eine Lederlage ohne Zwischenschicht, und das Futterfeld sagt dann wörtlich, dass nur der Schaftrand gepolstert ist. Der Dreilagenschaft legt dazwischen eine Ariaprene-Schicht, bei Jaure II und Mira II als „Ariaprene COR + MAX“ — die Dicken 2 mm und 4 mm stehen nur im Beschreibungstext, nicht im Feld. Ablesbar ist die Fassung also am Futterfeld, nicht am Namen; dass ein höherer Schaft mehr stützt, ist ohnehin nicht selbstverständlich (Knöchelhalt oder Ultralight).

Schafthöhe. 30 der 33 Modelle führen das Feld, 14 davon nennen Zentimeter — von 19/21 cm beim Padje Light Trekking Boot Mid der Damenfassung bis 31 cm beim Jaure II Ms High; die übrigen 16 tragen nur „Low“, „Mid“ oder „High“. ⚠️ Dieselbe Angabe steht in fünf Schreibweisen („High - 31cm“, „High - 31 cm“, „Mid - 22 cm“, „Mid 21cm/19cm“, kleingeschrieben „mid“): erst auflösen, dann vergleichen.

Leisten und Weiten. Zwei Felder arbeiten nebeneinander: „Boot Fit“ mit Regular und Wide, „Last“ mit dem Leistennamen. 24 Modelle stehen auf Regular, acht auf Wide, eines führt das Feld nicht; das Leistenfeld nennt neun Werte, manche doppelt geschrieben („Glacier 3“ und „1505 Glacier 3“, „Trail“ und „2323 Trail“ meinen denselben Leisten), sechs Modelle lassen es leer. Einen Ballenumfang in Millimetern nennt kein Datenblatt — die Leistenbreite und Weite bleibt Sache der Anprobe.

⚠️ Und eine Weitenfassung ist nicht derselbe Stiefel in breiter Form. Beim Vandra II High nennt die Normalfassung Arnedry-Futter mit Ariaprene REV und eine Vibram-Curcuma-Sohle mit vollflächiger Polyurethan-Zwischensohle, die Weitenfassung ausdrücklich einen Einlagenschaft und eine Vibram-Traction-Sohle mit EVA. Gewicht und Schafthöhe stimmen überein, der Aufbau nicht.

Sohle. 21 der 33 Modelle tragen eine Sohle von Vibram, und das Feld nennt die Mischung: Traction bei acht, Curcuma bei sechs, Mottarone mit Arctic Grip bei den drei Skare-Winterstiefeln, Pepe bei den drei Bjerg-Modellen, Morflex beim Mattmar. Daneben drei mit Rubbermac Defender, vier mit eigener Lundhags-Trail-Sohle, drei mit Polar-Grip-Mischung, eines mit dem Eintrag „Gummisohle“, eines ohne Feld. Stollenhöhe und Gummihärte nennt keines — zur Schichtenfolge siehe Sohlenaufbau.

Obermaterial. Jedes der 29 Modelle mit Schaftmaterialfeld nennt Leder, keines Mesh. 21 geben eine Stärke an, von 1,4 bis 2,0 mm, und nennen die Gerberei: Heinen Terracare für Vollnarben- und Nubukleder, Perwanger für Velours, dazu unbezeichnetes Wildleder bei Bjerg und Tived. Folgen für Pflege und Haltbarkeit stehen unter Lederarten und Vollnarbenleder, ein Wert zur Scheuerfestigkeit in keinem Datenblatt. Vier Modelle lassen das Feld leer — darunter beide hohen Padje Light Trekking Boots, während die Mid-Fassungen es führen.

🔴 Dieses Feld muss man in zwei Sprachfassungen prüfen. Für dieselbe Artikelnummer des Vandra II High nennt die deutsche Seite „Perwanger 1,8 mm Veloursleder“ auf einem Certech-EXP-Boden, die englische und die schwedische dagegen eine „Certech 3.0 Zellgummibasis“ mit Terracare-Nubuk — zwei Leder, zwei Böden, ein Stiefel, am 7. Oktober 2026 wiederholbar. Welche stimmt, ist von außen nicht zu entscheiden.

Membran. Null von 33 — keine Lücke, sondern Absicht: Wasserdicht ist der Unterbau, nicht eine Schicht im Schaft. Der Vorteil liegt im Trocknen, denn wo ein Membranschuh nach einem Wassereinbruch innen nass bleibt, reicht hier nach Herstellerdarstellung ein Wechsel von Einlegesohle und Socken. Der Preis ist die Höhe: über den Schaftrand hinaus schützt nichts, und der Schaft ist nur so dicht, wie die Pflege ihn hält (Membran oder Leder).

Gewicht. Alle 33 Modelle nennen eines, von 390 g beim Tived Trail Shoe in der Damenfassung bis 1.180 g beim Skare Expedition Ms. 🔴 Woran sich die Zahl bemisst, sagt der Hersteller nicht: Das Feld heißt schlicht „Gewicht“, eine Bezugsgröße — ein Schuh oder ein Paar, und welche Schuhgröße — fehlt. Der Wert ist in der deutschen, englischen, schwedischen und norwegischen Fassung derselben Artikelnummer identisch, also kein Übersetzungsfehler, nur in keiner Fassung erklärt. Zum Vergleich mit anderen Marken taugt er damit nicht.

⚠️ Zwei Datenblätter sind schlicht fehlerhaft: Beim Tjakke II Trekking Boot Mid stehen Einlegesohlen- und Schnürsenkeltext in den falschen Feldern, und die Schmalfassung derselben Reihe führt außer Artikelnummer, Herkunft und Gewicht kein einziges Feld.

Infografik
Outdoor Beratung und Ratgeber
Schnürung

Zonen statt gleichmäßig: wo die Schnürung was tut

Die Schnürung ist das einzige Einstellelement, das ein Schuh von Haus aus mitbringt — und das am wenigsten genutzte. Wer gleichmäßig von unten nach oben zuzieht, verschenkt den größten Teil des Spielraums. Jede der drei Zonen hat eine eigene Aufgabe.

Wanderstiefel von der Seite mit durchgehender Schnürung: unten vier Paar Ösen über dem Vorfuß, darüber eine kräftigere Klemme auf Risthöhe, im Schaft drei Paar offene Haken.
  1. Vorfuß — locker lassen

    Über den Zehen bleibt die Schnürung bewusst lose. Hier braucht der Fuß Platz, er schwillt beim Gehen an und wird beim Abrollen länger. Zu fest geschnürt entstehen Druckstellen an den Zehennägeln, vor allem bergab.

  2. Rist — hier hält der Schuh

    Die mittlere Zone macht die eigentliche Arbeit: Sie hält den Fuß im Schuh und verhindert, dass er bergab nach vorn rutscht. Die auffälligere Klemme an dieser Stelle gibt es genau dafür — sie hält die Spannung, wenn man darüber löst.

  3. Schaft — Beweglichkeit regeln

    Die offenen Haken am Schaft bestimmen, wie frei der Knöchel bleibt. Im Aufstieg offener für mehr Beweglichkeit, im Abstieg und im Geröll fester für seitlichen Halt.

Die Haken und Ösen zwischen den Zonen sind kein Zierrat: Sie erlauben, die Spannung an genau einer Stelle zu halten, während man darüber oder darunter löst. Was die Schnürung nicht leisten kann, ist einen zu weiten oder zu schmalen Leisten auszugleichen — sie verteilt Volumen, sie schafft keines.

Mit KI-Unterstützung erstellt Schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung.

Wenn der Stiefel ein Steigeisen tragen soll

Die Antwort ist knapp: Kein Datenblatt nennt eine Bindungsaufnahme, keinen Sohlenrand für einen Kipphebel, keine Angabe zur Sohlensteifigkeit. Damit behauptet hier auch keines etwas — wer einen Stiefel für ein Steigeisen sucht, bekommt vom Hersteller keine Entscheidungsgrundlage.

Belegbar sind zwei Teilaussagen, und sie zeigen in verschiedene Richtungen. Die Materialliste des Herstellers führt unter „Weitere Merkmale“ auf, die Innensohle enthalte einen eingebauten Stahlbügel zur Stabilität (abgerufen am 7. Oktober 2026) — genau das Bauteil, das unter Shank beschrieben ist; welche Modelle ihn haben und wie hart er ist, steht nirgends. Dieselbe Darstellung nennt den Certech-Boden dagegen ausdrücklich flexibel. Die zwei Voraussetzungen — eine biege- und verwindungssteife Sohle und eine Bindungsaufnahme — stehen unter Steigeisenfestigkeit und Verwindungssteifigkeit; keine belegt hier ein Datenblatt.

Technologien und was sie technisch sind

Certech und Liba Smart. Certech ist der wasserdichte Unterbau, in vier Schreibweisen: „Certech EXP“, „Certech 3.0“, „Certech 5.0“ und schlicht „Certech“ mit 2,5 oder 3,5 mm Zellgummi. Die Herstellerliste beschreibt EXP als dreischichtigen Aufbau aus Liba Smart, einer Zwischenlage und Mikrofaserfutter — nach eigener Angabe expandiertes thermoplastisches Polyurethan, das bei leichteren Modellen auch als umlaufender Spritzrand über dem Leder sitzt. ⚠️ Dieses „dreischichtig“ meint den Boden, nicht den Schaft; mit dem Dreilagenschaft hat es nichts zu tun, und das ist die naheliegendste Verwechslung bei dieser Marke. Ob die Ziffer in „3.0“ und „5.0“ Dicke oder Güteklasse ist, erklärt der Hersteller nicht — und die Liba-Dicke im Boden steht auf einer einzigen Produktseite zweimal verschieden: Das Materialfeld des Jaure II Ms High nennt 1,7 mm, der Beschreibungstext 1,5 mm. Für Vergleiche gilt das Feld.

Ariaprene. Die Zwischenlage des Dreilagenschafts, vom Hersteller als schnell trocknender synthetischer Gummi beschrieben, in drei Dichten: COR, MAX und REV. Eine Millimeterangabe im Feld gibt es nur beim Professional II („Ariaprene REV 3 mm“). Neopren ist das nicht — der Begriff kommt auf keiner Produktseite und in keiner Materialliste vor, obwohl er dieser Bauweise bis heute zugeschrieben wird.

Polar Grip, Icelanding, Arnedry. Die Ausstattung der Winterstiefel — zwei Modelle mit 3 mm Wollfilz, die Skare-Expedition-Reihe mit herausnehmbarem 5-mm-Wollinnenschuh samt Aerogel; einen Wert zur Isolation oder eine Temperaturangabe nennt keines davon. Arnedry heißt das Mikrofaserfutter der Dreilagenmodelle, Heel Fit Control eine Fersenfassung gegen das Ausschlupfen; beide stehen als Feldwerte ohne Messgröße da.

Lederfett und Wachs. Zwei eigene Pflegemittel mit genannter Zusammensetzung: das Fett aus Fett, Teer, Leinenöl und Bienenwachs, das Wachs aus Karnaubawachs, Jojobaöl, Wollfett und Bienenwachs, Letzteres ausdrücklich für die dreilagigen Modelle. Beide erneuern die Wasserabweisung des Schafts — dicht im Sinne einer Membran wird er nicht (Schuhpflege).

Reparatur und Garantie. Eine eigene Schuhmacherei repariert nach Herstellerdarstellung Stiefel, Rucksäcke und Kleidung, mit bis zu 35 Tagen Bearbeitungszeit. Dazu kommt eine Stiefelgarantie auf Material- und Produktionsfehler mit Bedingungen: nur für den Erstkäufer, nicht übertragbar, Registrierung des Stiefels und Meldung binnen drei Monaten (abgerufen am 7. Oktober 2026). Die Wiederbesohlung ordnet Reparierbarkeit sonst der Machart zu; hier begründet sie der Hersteller über den austauschbaren Unterbau — welche Modelle wie oft neu besohlt werden können, nennt kein Datenblatt.

Preisniveau

€€€. Die Stiefel liegen im oberen Drittel; zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell liegt etwas mehr als der doppelte Preis. Unten stehen die Bjerg-Modelle und die Tived-Trail-Reihe, oben die Dreilagenstiefel der Jaure- und Mira-Reihe und die Skare-Expedition-Reihe; die Weitenfassung kostet nicht mehr. Was den Preis trägt, ist ablesbar: Lederstärke, Lagenzahl und ein Unterbau, der als Verschleißteil gedacht ist.

Für wen — und für wen nicht

Passend ist Lundhags, wenn der Weg mehrere Tage nass ist und der Stiefel abends trocken sein soll: Die Nässe bleibt außen am Leder und am Zellgummi, der Fuß sitzt in einer Schicht, die man wechseln kann. Passend auch für breite Füße — acht Modelle haben eine eigene Weitenfassung — und für hohe Schäfte, denn 14 Modelle nennen Zentimeter, bis 31 cm. Und passend für jeden, der den Stiefel über Jahre behalten will: Reparatur und Neubesohlung sind hier Teil des Angebots.

Nicht passend ist die Marke, wenn der Stiefel ein Steigeisen halten soll: keine Bindungsaufnahme, keine Angabe zur Sohlensteifigkeit, und der Hersteller nennt seinen Unterbau selbst flexibel. Nicht passend auch, wenn das Gewicht die Entscheidung tragen soll — die Zahl steht an jedem Modell, nur ohne Bezugsgröße. Wer eine Membran will, weil er den Schaft nicht pflegen möchte, findet sie hier nicht; und wer das Schalenprinzip ausreizt, muss zwei Paar Socken und die passende Einlegesohlen einkalkulieren, sonst sitzt der Fuß zu locker.

Alternativen

Häufige Fragen zu Lundhags-Wanderstiefeln

Sind Lundhags-Stiefel wasserdicht?

Der Unterbau ja, der Schaft nein. Der Hersteller nennt den Zellgummiboden vollständig wasserdicht; das Leder darüber ist wasserabweisend und bleibt es nur mit Pflege. Eine Wassersäule oder eine Prüfnorm nennt kein Stiefeldatenblatt — die Angabe beschreibt die Bauweise, nicht eine gemessene Dichtigkeit.

Woran erkenne ich den Ein- vom Dreilagenschaft?

Am Futterfeld, nicht am Modellnamen. Steht dort „1-layer shaft construction“ oder ein Hinweis auf eine Polsterung nur am Schaftrand, ist es ein Einlagenschaft; nennt es Ariaprene COR oder MAX, ist es der Dreilagenaufbau. Bei drei Modellen fehlt das Feld.

Brauche ich wirklich zwei Paar Socken?

Der Hersteller setzt es voraus: Weil der Schaft keine feste Fütterung hat, übernehmen Socken und Einlegesohle Isolation und Feuchtigkeitsaufnahme, und die Größen sind darauf gerechnet — im Sommer zwei dünne Lagen, im Winter eine dünne und eine dicke. Wer eine weglässt, verändert die Passform (Materialien bei den Wandersocken).

Wo werden die Stiefel gefertigt?

Jedes der 33 Datenblätter füllt es: 24 nennen Portugal, acht Rumänien, eines Schweden — der Mattmar, der die Angabe im Modellnamen trägt. Eine Fertigung außerhalb Europas nennt kein Stiefeldatenblatt; bei der Bekleidung derselben Marke sieht dieses Feld anders aus.

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