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2117 of Sweden Bekleidung & Jacken Beratung

Markenlogo 2117 of Sweden

Das Programm dieser Marke ist für einen schwedischen Nischenanbieter erstaunlich groß: 671 Artikel führt der Herstellershop am 8. Oktober 2026, Farbvarianten dabei zusammengefasst. Sortiert ist das Ganze nicht nach Jacke und Hose, sondern nach Anlass – Ski, Outdoor, Street und eine Rad- und Trainingsrubrik sind die vier Linien, und dieselbe Jacke kann in zwei davon stehen. Gezählt liegen 266 Artikel in der Ski-Rubrik, 439 unter Outdoor, 101 unter Street und 72 in der Radrubrik. Dazu kommt eine eigene Rubrik Equipment mit 46 Artikeln, die mit Bekleidung nichts zu tun hat: drei Schlafsäcke der Reihe Sudok, Rucksäcke, Mikrofaserhandtücher, Neoprenanzüge, ein Packraft und vier Stand-up-Paddleboards.

Was die Marke von den Nachbarmarken trennt, ist weniger das Sortiment als ihre Zahlenpolitik. 2117 of Sweden nennt zu jedem wasserdichten Teil zwei Werte – Wassersäule in Millimetern und Dampfdurchsatz in Gramm je Quadratmeter und 24 Stunden –, und zu keinem von beiden ein Prüfverfahren. Auf keinem der 671 Datenblätter steht ISO 811, ISO 11092, ASTM E96, ISO 15496 oder JIS L 1099. Wer hier vergleicht, vergleicht die Teile dieser Marke untereinander; nach außen trägt nur die erste der beiden Zahlen, und auch die nur unter der Annahme, dass branchenüblich gemessen wurde.

671 ArtikelBekleidung, Zubehör und Ausrüstung im Herstellershop, Stand 10/2026
192 Artikelnennen die zugekaufte Membran Tritech namentlich
218 Artikeltragen einen Millimeterwert, davon 98 die Angabe 15.000 mm
0 von 671nennen ein Prüfverfahren zur Wassersäule oder zum Dampfdurchsatz

Die Linien und was in ihnen steckt

Die Modellnamen sind durchweg schwedische Ortsnamen – Ullånger steht an 21 Artikeln, Pauki an 18, Undal an 14 – und sie sagen über die Bauart nichts; die steht im Datenblatt. Die folgenden Reihen sind die, an denen sich das Programm aufhängt; die Gewichtsangabe fehlt bei allen, denn der Hersteller veröffentlicht zu keinem Kleidungsstück ein Gewicht.

ReiheAufbauWertepaar mm / g je 24 hFür wenPreisklasse
Sodak3 Lagen, unwattiert, Ripstop mit T8-Garn20.000 / 30.000Skitag mit wechselnder Zwischenlage€€€
Dartsel3 Lagen, unwattiert, als Jacke und als Latzhose20.000 / 20.000dasselbe mit mehr Rumpfdeckung€€€
Grubban, Naustaleicht wattiert, Ripstop mit matter Oberfläche20.000 / 30.000kalte Lifttage ohne Schichtenspiel€€
Kabo2 Lagen mit Stretch, Futter 380T-Polyamid, ALTO-Wool-Wattierung 80 bis 100 g15.000 / 15.000Piste bei mittlerer Kälte€€
BaleboSoftshell mit laminiertem Mikrofleece innen10.000 / 10.000Wind und Schauer, kein Dauerregen€€
Fällforsvorne 40D-×-20D-Vierwegestretch, hinten Twill-Gestrick10.000 / 10.000Skitour, Aufstiegstempo€€
Porjus380T-Ripstop-Taft, wattiert, ohne Membrankeine AngabeZwischenlage und Alltag€
Ullånger, Pauki, UndalStrick und Gestrick, teils mit Merinoanteilkeine AngabeBasis- und Zwischenschicht€

Kennwerte: welche diese Marke veröffentlicht – und welche nicht

Die Wassersäule ist bei 2117 of Sweden kein Attribut der Membran, sondern eines des fertigen Teils, und sie staffelt sich in fünf Stufen. 36 Artikel nennen 5.000 mm, 28 Artikel 10.000 mm, 98 Artikel 15.000 mm, 4 Artikel 20.000 mm und 38 Artikel ebenfalls 20.000 mm – diese letzten 38 aber mit dem höheren Dampfwert. Die Paare lauten also 5.000/5.000, 10.000/10.000, 15.000/15.000, 20.000/20.000 und 20.000/30.000. Dass die Reihe Sodak und die Reihe Dartsel dieselbe Wassersäule und einen um die Hälfte verschiedenen Dampfwert nennen, ist die einzige Stelle, an der sich die beiden Spitzenreihen überhaupt messbar unterscheiden.

Die zweite Zahl darf man darum nicht gegen eine andere Marke halten. Ein Dampfdurchsatz in Gramm je Quadratmeter und 24 Stunden ist erst dann eine Angabe, wenn das Verfahren dabeisteht – ISO 15496, ASTM E96 und JIS L 1099 liefern an derselben Probe Ergebnisse, die weit auseinanderliegen. Welche Norm was festlegt, steht unter Wassersäule und Atmungsaktivität; einen RET-Wert veröffentlicht diese Marke für kein Material.

Infografik
Outdoor Beratung und Ratgeber
Materialaufbau

Membranaufbau im Schnitt: 2, 2,5 und 3 Lagen

Alle drei Bauweisen halten mit derselben Membran dicht. Unterschiedlich ist nur, was die Membran auf der Innenseite schützt — und daran hängen Gewicht, Haltbarkeit und Tragegefühl.

2 Lagen

Membran am Oberstoff, Futter lose

außen Haut
  1. Oberstoff mit Imprägnierung
  2. Membran aufkaschiert
  3. Innenfutter separat eingenäht, hängt lose
Dafür
Futter frei wählbar, auch mit Isolierung kombinierbar
Dagegen
Das lose Futter scheuert an der Membran
Typisch für
Alltag, Reise, Jacken mit Wattierung

2,5 Lagen

Schutzdruck statt Futter

außen Haut
  1. Oberstoff mit Imprägnierung
  2. Membran aufkaschiert
  3. Schutzdruck Raster oder Punkte, keine volle Lage
Dafür
Leichteste und kleinste der drei Bauweisen
Dagegen
Klebt bei Schweiß auf der Haut, empfindlichste Innenseite
Typisch für
Notfalljacke im Rucksack, Laufen, Radfahren

3 Lagen

Alle drei Lagen fest verbunden

außen Haut
  1. Oberstoff mit Imprägnierung
  2. Membran einlaminiert
  3. Trikotfutter fest verbunden
Dafür
Keine Reibung zwischen den Lagen, deshalb langlebig
Dagegen
Steifer und schwerer, teuerste Bauweise
Typisch für
Bergsport, Trekking, dauerhafte Belastung

Die Lagenzahl sagt nichts über die Wassersäule aus — sie beschreibt nur, wie die Membran verbaut ist. Neben diesen drei gibt es die Z-Liner-Bauweise, bei der die Membran frei zwischen Oberstoff und Futter hängt.

Mit KI-Unterstützung erstellt Schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung.

Der Lagenaufbau steht dagegen oft im Produktnamen: 52 Artikel sind als dreilagig ausgewiesen, 42 als zweilagig und 22 als zweieinhalblagig. Praktisch wichtiger als die Lagenzahl ist bei dieser Marke die Nahtbehandlung, und auch die ist nachzählbar: 108 Artikel nennen versiegelte Nähte, davon 29 ausdrücklich nur an den belasteten Stellen und 12 durchgehend. Bei den übrigen 110 Artikeln mit Millimeterwert steht zur Naht nichts – und eine unversiegelte Naht lässt Wasser ein, gleichgültig was das Gewebe im Prüfstand geschafft hat.

Ein Flächengewicht nennt der Hersteller nicht, und ein Teilegewicht ebenso wenig: In keinem der 671 Datenblätter steht ein Gramm für das fertige Stück. Gewebefeinheiten dagegen schon. Die Fadenstärke in Denier taucht an 94 Artikeln auf, fast immer als 20D, und Ripstop an 88. Als Fasern dominieren Polyester mit 477 und Polyamid mit 218 Artikeln; Wolle steht bei 148, davon 125 als Merinowolle, und Daune nur bei 27.

Technologien, und wessen sie sind

Tritech, der Name hinter dem Wetterschutz, gehört nicht dieser Marke. Der Hersteller schreibt selbst, die Mehrheit seiner Teile mit Membran verwende eine Membran von Tritech, und beschreibt sie als Polyurethanmembran ohne Fluorchemie, die er gegenüber ePTFE und thermoplastischem Polyurethan im Vorteil sieht. Genannt werden dazu REACH und der Oeko-Tex-Standard 100 – das sind Aussagen über Schadstoffe, nicht über Dichtigkeit, und sie ersetzen die fehlende Prüfnorm nicht.

Die eigene Handschrift liegt in der Isolation. ALTO heißt die Hausfüllung, und sie steckt in 156 Artikeln: 108 davon als ALTO Wool, nach Herstellerangabe eine Mischung aus Wolle und recyceltem Polyester im Verhältnis 30 zu 70, der Rest als Kugel- oder Vliesform aus recyceltem Polyester. Die Füllmenge steht ausnahmsweise dabei und reicht von 40 bis 375 Gramm – das ist die einzige Gewichtsangabe, die diese Marke überhaupt macht, und sie bezieht sich auf die Wattierung, nicht auf das Kleidungsstück. Zugekauft kommen PrimaLoft und die Polyesterfaser Sorona hinzu, letztere an 9 Artikeln. Für die Daunenteile weist der Hersteller die Zertifizierung nach dem Responsible Down Standard aus; als Produktmerkmal ist sie an 31 Artikeln gesetzt.

Bei der DWR-Ausrüstung lohnt das Nachzählen. Die Eco-Seite schreibt, alle Teile trügen eine fluorchemiefreie Imprägnierung; als Produktmerkmal ist „PFC free DWR“ an 456 der 671 Artikel gesetzt. Beides lässt sich vereinbaren, wenn die übrigen 215 Artikel keine Imprägnierung brauchen – Strick, Socken und Badebekleidung etwa –, aber die pauschale Formel ist dadurch nicht belegt. Was dazu rechtlich gilt, trennt die Seite PFAS in Outdoorausrüstung von der Selbstauskunft. Drei weitere Merkmale sind sauber nachzählbar: recyceltes Gewebe bei 327 Artikeln, mulesingfreie Wolle bei 219, recycelte Wattierung bei 174. Ein passiver RECCO-Reflektor sitzt in 16 Artikeln; er ist kein Sender und ersetzt kein Verschüttetensuchgerät.

Preisniveau

€€. Die Marke ist aus Unzufriedenheit mit den Preisen im schwedischen Sportfachhandel entstanden, und das ist bis heute ihre Position: Der Hersteller nennt als Gründungsmotiv ausdrücklich gut aussehende Skibekleidung zu Preisen für normale Leute. Zwischen der günstigsten und der teuersten Jacke im Programm liegt etwa der Faktor zwölf, der Median der Jacken aber dicht über der Mitte dieser Spanne. Nach oben reichen die beiden dreilagigen Reihen Sodak und Dartsel in die Klasse €€€, nach unten Strick, Shirts und die Porjus-Wattejacken in die Klasse €. Die Stand-up-Paddleboards der Equipment-Rubrik sprengen jede dieser Klassen und gehören nicht in den Bekleidungsvergleich.

Für wen – und für wen nicht

Passend ist diese Marke, wenn ein kompletter Skiaufzug aus einer Hand kommen soll und das Budget die Grenze setzt: Jacke, Hose, Zwischenlage und Basisschicht gibt es in derselben Linie, für Damen, Herren und Kinder, und bei den Ski-Teilen sind Schneefang, Skipasstasche und Belüftungsreißverschluss auch in der mittleren Preisklasse die Regel. Passend auch, wenn Wolle in der Isolation erwünscht ist – die ALTO-Wool-Wattierung in 108 Artikeln ist in dieser Preisklasse ungewöhnlich.

Nicht passend ist sie, wenn gewogen und gerechnet werden soll. Ohne ein einziges Teilegewicht lässt sich keine Hose gegen eine andere stellen, und ohne Prüfverfahren hinter den Zahlenpaaren bleibt der Vergleich im eigenen Programm gefangen. Nicht passend außerdem für den sofortigen Kauf: Der eigene Webshop liefert nach Herstellerangabe derzeit nur innerhalb Schwedens, wer außerhalb wohnt, wird auf den Fachhandel verwiesen – in 23 Ländern auf drei Kontinenten ist die Marke nach eigener Auskunft vertreten, aber nicht direkt zu bestellen. Und wer eine echte Alpinhardshell mit durchgehend verschweißten Nähten sucht, wählt aus 12 Artikeln im ganzen Programm.

Alternativen

  • Icepeak – die nächstgelegene Wahl, wenn es bei Skibekleidung im mittleren Preisband bleiben soll.
  • Jack Wolfskin – wenn das Programm breiter sein soll als Ski und Street und im Laden greifbar.
  • Vaude – wenn zur Wassersäule ein benanntes Prüfverfahren gehören soll.
  • Haglöfs – die schwedische Gegenprobe eine Preisklasse höher, mit Laborwerten.
  • The North Face – wenn Teilegewichte für den Vergleich gebraucht werden.

Häufige Fragen

Was ist die Tritech-Membran?

Eine zugekaufte Polyurethanmembran, die der Hersteller nach eigener Darstellung in der Mehrzahl seiner Teile mit Membran einsetzt – namentlich genannt wird sie an 192 der 671 Artikel. Eine eigene Entwicklung dieser Marke ist sie nicht, und eine Prüfnorm nennt der Hersteller zu ihr nicht.

Welche Wassersäule haben die Jacken?

Fünf Stufen kommen vor: 5.000 und 10.000 Millimeter, dann 15.000 Millimeter, dann zwei Varianten mit je 20.000 Millimetern und verschiedenem Dampfwert. Am häufigsten ist 15.000 mm mit 98 Artikeln. 453 der 671 Artikel tragen überhaupt keinen Millimeterwert, weil sie keine Wetterschutzschicht haben.

Sind die Nähte verschweißt?

Nicht durchgehend. 108 Artikel nennen versiegelte Nähte, davon 29 nur an den belasteten Stellen und 12 vollständig. Bei den übrigen Teilen mit Millimeterwert steht dazu nichts – und an einer offenen Naht entscheidet nicht die Wassersäule, sondern das fehlende Dichtband. Was eine Hardshelljacke leisten muss, steht im Ratgeber.

Wie schwer ist eine Jacke dieser Marke?

Das lässt sich aus den Herstellerangaben nicht beantworten. Weder ein Teilegewicht noch ein Flächengewicht steht auf den Datenblättern; nur die Füllmenge der ALTO-Wattierung ist in Gramm angegeben, bei den schwersten Teilen bis 375 Gramm.

Gibt es Ausrüstung über Bekleidung hinaus?

Ja, 46 Artikel in einer eigenen Rubrik: die drei Schlafsäcke Sudok 150, 200 und 300 mit Füllungen aus recyceltem Polyester und Wolle, Rucksäcke mit 15 bis 30 Litern, Handtücher, Neoprenanzüge, ein Packraft und vier Paddleboards. Eine Temperaturangabe nach ISO 23537-1 nennt der Hersteller zu den Schlafsäcken nicht.

Woher kommt der Name?

Von einer Höhenangabe: 2117 Meter war einmal die Höhe des Kebnekaise, des höchsten Bergs Schwedens. Dass der Gletschergipfel inzwischen niedriger liegt, führt der Hersteller selbst als Begründung für sein Umweltprogramm an, das er seit 2009 betreibt.

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