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Direct Alpine Bekleidung & Jacken Beratung

Markenlogo Direct Alpine

Das Programm ist klein und in zwei Serien geteilt: Mountain Top für Bergsteigen, Eisklettern und Skitour, Outdoor Active für Wandern und Alltag. Der Herstellershop führt am 8. Oktober 2026 insgesamt 201 Artikel, davon 77 unter dem Filter Herren, 68 unter Damen und 33 unter Unisex; dazu gehören 21 Herren- und 15 Damenjacken sowie 29 Herren- und 21 Damenhosen. Die Rubrik Kleider ist weiter aufrufbar und meldet dabei, dass sie keinen Artikel enthält — wer in diesem Sortiment ein Kleid sucht, findet keines.

Was die Marke von ihren Nachbarn im Silo trennt, ist nicht die Breite des Angebots, sondern die Art der Angaben. Zu jedem wasserdichten Stück stehen im Datenblattfeld „Material" zwei Laborzahlen — eine Wassersäule und ein Dampfdurchlass in g/m²/24 h —, und zu keiner der beiden ein Prüfverfahren. Gleichzeitig beschreibt dieser Hersteller seine eigene Prüfbank gerätegenau: welche Maschine welchen Wert ermittelt und welche Grenzwerte das Haus sich dabei selbst setzt. Beides zusammen ergibt ein eigentümliches Bild — viel Messung, keine Norm.

201 ArtikelGesamtbestand des Herstellershops, Stand 10/2026
22 von 201tragen die Eigenschaft „wasserdicht", 74 die Eigenschaft „winddicht"
20.000 mmWassersäule aller vier Hardshell-Laminate, ohne Angabe des Prüfverfahrens
8.000 bis 40.000 g/m²/24 hSpanne des Dampfdurchlasses, ebenfalls ohne Prüfverfahren

Die Rubriken und was in ihnen steht

Die Stückzahlen stehen an den Rubriken des Shops selbst, abgerufen am 8. Oktober 2026; die Eigenschaftsangaben in Klammern stammen aus den Filtern derselben Rubrik.

RubrikArtikelKennzeichnender StoffFür wenPreisklasse
Jacken Herren21 (7 wasserdicht, 14 winddicht)Dreilagenlaminate, daneben Pertex Quantum AirBergtour, Eis, Skitour€€ bis €€€
Jacken Damen15 (6 wasserdicht, 9 winddicht)dieselben Laminate, zusätzlich DermizaxHochtour und Wandern€€ bis €€€
Hosen Herren29 (4 wasserdicht)Ripstop-Stretch mit Creora, Cordura-MischungenKlettersteig, Trekking€€
Hosen Damen21 (4 wasserdicht)Stretchgewebe, einzelne LaminathosenWandern, Freizeit€€
Sweatshirts und Westen Herren6 und 4Gitterfleece, Polartec Alpha, FlächendauneZwischenschicht€€
T-Shirts Herren8Merinojersey und RecyclingpolyesterBasisschicht€
Accessoires33Mützen, Handschuhe, Stirnbänder, GürtelErgänzung€

Kennwerte: eine Wassersäule, vier Laminate, kein Verfahren

Alle vier wasserdichten Laminate des Hauses nennen denselben Wert — 20.000 mm. Auseinander gehen sie beim Dampfdurchlass, und zwar um das Fünffache. Die Werte stehen wörtlich im Materialfeld der Datenblätter.

LaminatWassersäule in mmDampfdurchlass in g/m²/24 hBeispiel und Teilegewicht
3L GELANOTS Ultra light shell20.00040.000CYCLONE 2.0, 210 g
3L GELANOTS HB Hardshell20.00035.000 bzw. 30.000GUIDE 445 g, DEAMON 470 g
3L PERTEX Shield20.00020.000CYCLONE 4.0, 214 g
3L DERMIZAX Hardshell20.0008.000TALUNG LADY, 305 g
Infografik
Outdoor Beratung und Ratgeber
Materialaufbau

Membranaufbau im Schnitt: 2, 2,5 und 3 Lagen

Alle drei Bauweisen halten mit derselben Membran dicht. Unterschiedlich ist nur, was die Membran auf der Innenseite schützt — und daran hängen Gewicht, Haltbarkeit und Tragegefühl.

2 Lagen

Membran am Oberstoff, Futter lose

außen Haut
  1. Oberstoff mit Imprägnierung
  2. Membran aufkaschiert
  3. Innenfutter separat eingenäht, hängt lose
Dafür
Futter frei wählbar, auch mit Isolierung kombinierbar
Dagegen
Das lose Futter scheuert an der Membran
Typisch für
Alltag, Reise, Jacken mit Wattierung

2,5 Lagen

Schutzdruck statt Futter

außen Haut
  1. Oberstoff mit Imprägnierung
  2. Membran aufkaschiert
  3. Schutzdruck Raster oder Punkte, keine volle Lage
Dafür
Leichteste und kleinste der drei Bauweisen
Dagegen
Klebt bei Schweiß auf der Haut, empfindlichste Innenseite
Typisch für
Notfalljacke im Rucksack, Laufen, Radfahren

3 Lagen

Alle drei Lagen fest verbunden

außen Haut
  1. Oberstoff mit Imprägnierung
  2. Membran einlaminiert
  3. Trikotfutter fest verbunden
Dafür
Keine Reibung zwischen den Lagen, deshalb langlebig
Dagegen
Steifer und schwerer, teuerste Bauweise
Typisch für
Bergsport, Trekking, dauerhafte Belastung

Die Lagenzahl sagt nichts über die Wassersäule aus — sie beschreibt nur, wie die Membran verbaut ist. Neben diesen drei gibt es die Z-Liner-Bauweise, bei der die Membran frei zwischen Oberstoff und Futter hängt.

Mit KI-Unterstützung erstellt Schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung.

Damit ist die Wassersäule bei dieser Marke keine Unterscheidung, der Dampfdurchlass aber eine sehr deutliche: Zwischen der CYCLONE 2.0 mit 40.000 und der TALUNG LADY mit 8.000 liegt der Faktor fünf. Weil zu keiner Zahl ein Verfahren dasteht, lässt sich keine davon gegen die Zahl einer anderen Marke stellen; die Prüfnormen, die dafür in Frage kämen, listet die Seite Wassersäule und Atmungsaktivität auf. Ein RET-Wert nach Laborverfahren fehlt im ganzen Sortiment.

Beim Gewicht hat die Marke eine eigene Tücke: Das Datenblatt nennt keine Bezugsgröße. Lesbar ist sie nur am Artikelcode der angezeigten Variante, und der wechselt von Stück zu Stück — bei der GUIDE endet er auf -S, bei der Daunenjacke PEAK auf -M, bei der TALUNG LADY und dem Merinoshirt FURRY auf -XL, bei der CYCLONE 2.0 auf -2XL. Vier Kürzel in fünf Datenblättern: Wer die Teilegewichte dieser Marke untereinander vergleicht, vergleicht verschiedene Größen.

Ein Flächengewicht steht nur bei den Strickwaren, dort aber zuverlässig: 130 g/m² beim Funktionsshirt HORN aus Recyclingpolyester, 150 g/m² beim Merinoshirt FURRY, dessen Garn der Hersteller mit 19 Mikron angibt. Eine Denier-Zahl veröffentlicht Direct Alpine für kein Gewebe.

Technologien: Hybrid-System und die eigene Prüfbank

Das Hybrid-System ist der Grund, warum im Materialfeld der GUIDE zwei Stoffe mit zwei verschiedenen Dampfdurchlasswerten stehen: Der Hersteller setzt an Schultern, Ärmeln, Kapuze und Rücken ein widerstandsfähigeres Gewebe und an den weniger beanspruchten Stellen ein dünneres — wie das grundsätzlich funktioniert, erklärt die Seite Hybridjacke. Dazu kommen lasergeschnittene Belüftungsöffnungen, verschweißte Nahtbänder und eine helmkompatible Kapuze, die der Hersteller mit Drei-Wege-Regulierung beschreibt.

Ungewöhnlich offen ist die Darstellung der Materialprüfung. Der Hersteller benennt die Geräte und seine eigenen Grenzwerte: Beim Scheuertest nach Martindale hebt er die Pillinggrenze von den gängigen 5.000 Touren für Gewebe und 2.000 für Maschenware auf 15.000 Touren an, was er mit etwa drei Jahren normaler Nutzung gleichsetzt; die Abriebgrenze liegt bei 50.000 Touren, bei Cordura bei bis zu 150.000. Die Pilling-Note wird gegen Vergleichsscheiben vergeben, die Wassersäule an einem hydrostatischen Kopfprüfgerät, der Dampfdurchlass an einer beheizten Platte, die Schweiß simuliert. Für Stoffe ohne Membran nutzt das Haus den Bundesmann-Regentest, und die Wärmeleistung von Füllungen misst es am Togmeter. Nur: All das sind Geräte- und Hausangaben, keine Normnummern — die Zahlen auf den Etiketten bleiben damit markeninterne Werte.

Isolation: Flächendaune statt Füllgewicht

Die beiden als Daunenjacken geführten Modelle sind nicht klassisch mit loser Daune gefüllt. Im Materialfeld steht bei der PEAK „Thindown + Sorona filling, 45 g/m²" mit der Zusammensetzung 80 Prozent Entendaune und 20 Prozent Polyester, bei der UNIQ 50 g/m² derselben Flächendaune, in der Kapuze zusätzlich PrimaLoft Silver mit 60 g/m². Die Füllung wird also als Fläche angegeben, nicht als Gramm je Jacke — eine Bauschkraft in cuin und ein Füllgewicht in Gramm nennt der Hersteller für keines der beiden Teile. Daunenkäufer, die diese zwei Zahlen vergleichen wollen, finden sie hier nicht.

Die übrigen Isolationsteile arbeiten mit zugekauften Kunstfasern. Die ALPHA JACKET trägt Polartec® Alpha® als Futter, also eine Aktivisolation, die Luft durchlässt statt zu sperren; am Togmeter geprüft hat der Hersteller nach eigener Darstellung außerdem Climashield Apex, PrimaLoft Gold und die Kombination aus Thindown und Sorona.

Zur Herkunft nennt der Hersteller zwei nachprüfbare Quoten: Beim Anteil der in der Europäischen Union gefertigten Produktion gibt er als Ziel mindestens 90 Prozent an und als aktuellen Stand 93 Prozent, und den Anteil der Produkte mit PFC-Chemie beziffert er für die Winterkollektion 2025 mit 14 Prozent, nach einem Ziel von unter 35 Prozent. Dass die DWR-Ausrüstung vieler Teile als fluorfrei ausgewiesen ist, steht als Etikett auf den Datenblättern; wie weit ein solches Etikett rechtlich trägt, ordnet PFAS in Outdoorausrüstung ein. Zwei weitere Ziele markiert der Hersteller selbst als nicht erreicht beziehungsweise abgebrochen; eines davon begründet er mit Material, das in der eigenen Prüfung durchgefallen ist.

Preisniveau

Über das Bekleidungsprogramm gemittelt steht Direct Alpine bei €€€. Getragen wird die Einordnung von den Hardshells und den Daunenjacken, die im oberen Drittel des Marktes liegen; die Hosen folgen knapp darunter, und nur die Strickwaren und T-Shirts erreichen die Klasse € bis €€. Billige Einstiegsstücke gibt es nicht: Das Sortiment besteht aus wenigen Modellen, die vollständig in Europa genäht werden, und der Preis folgt dieser Entscheidung.

Für wen – und für wen nicht

Zu dieser Marke passt, wer eine leichte Bergjacke mit hohem Dampfdurchlass will und bereit ist, diesen Wert als Herstellerangabe zu nehmen: 40.000 g/m²/24 h bei 210 Gramm sind der höchste Wert, den dieses Sortiment überhaupt nennt. Ebenso richtig liegt, wer Wert auf europäische Fertigung legt — 167 der 201 Artikel tragen das entsprechende Etikett — oder wer eine Jacke mit zonenweise unterschiedlichem Gewebe sucht, weil Rucksack und Klettergurt an den Schultern reiben.

Falsch liegt hier, wer Jacken über Prüfnormen vergleichen will: Weder Wassersäule noch Dampfdurchlass nennen ein Verfahren, und ein RET-Wert fehlt ganz. Falsch liegt auch, wer eine Daunenjacke nach Bauschkraft und Füllgewicht auswählt, denn beide Zahlen gibt es nicht. Und wer eine durchgängige Basisschicht-Linie braucht, ist hier am falschen Ort: Die Eigenschaft Grundschicht tragen 8 von 201 Artikeln.

Alternativen

  • Vaude – wenn die Wassersäule mit einem benannten Prüfverfahren dastehen soll.
  • Millet – wenn zwischen zugekauftem und hauseigenem Wetterschutz gewählt werden soll.
  • Warmpeace – wenn Daune mit Bauschkraft und Mischungsverhältnis gebraucht wird.
  • Maier Sports – wenn die Passform über Sondergrößen gelöst werden muss.
  • Icebreaker – wenn die Basisschicht die Hauptsache ist und nicht die Hülle.

Häufige Fragen

Welche Wassersäule haben Jacken von Direct Alpine?

Alle vier wasserdichten Laminate nennen 20.000 mm, und zwar unabhängig vom Modell. Ein Prüfverfahren schreibt der Hersteller nicht dazu; sein Laborbericht nennt als Gerät ein hydrostatisches Kopfprüfgerät und als Hausschwelle für Sperrgewebe mindestens 10.000 mm. Die Zahl taugt deshalb zum Vergleich innerhalb des Programms, nicht gegen eine fremde Marke.

Was unterscheidet Mountain Top und Outdoor Active?

Mountain Top ist die Bergsportlinie, Outdoor Active die Wander- und Alltagslinie. Die Zuordnung folgt dem Einsatz, nicht dem Gewicht: Die 495 Gramm schwere Hardshell COMET steht in Outdoor Active, die 210 Gramm leichte CYCLONE 2.0 in Mountain Top. Die Serienangabe steht auf dem Datenblatt; aus dem Gewicht lässt sie sich nicht ableiten.

Gibt es eine Angabe zur Atmungsaktivität?

Ja, aber nur als Grammzahl ohne Norm: 8.000 bis 40.000 Gramm je Quadratmeter und Tag, je nach Laminat. Welches der drei gängigen Becherverfahren dahinter steht, sagt der Hersteller nicht — ISO 15496 wäre das im europäischen Raum übliche. Nach eigener Darstellung misst er an einer beheizten, befeuchteten Platte und weist selbst darauf hin, dass die Werte mit Temperatur und Luftbewegung stark schwanken.

Sind die Daunenjacken mit echter Daune gefüllt?

Mit Daune, aber nicht als lose Füllung. Das Datenblatt der PEAK nennt eine Flächendaune aus 80 Prozent Entendaune und 20 Prozent Polyester mit 45 g/m², die UNIQ 50 g/m². Ein Füllgewicht in Gramm und eine Bauschkraft in cuin stehen auf keinem der beiden Datenblätter.

Wie viele Teile werden in Europa gefertigt?

Das Etikett „Hergestellt in Europa" tragen 167 der 201 Artikel des Shops; in den Jackenrubriken sind es 19 von 21 bei den Herren und 13 von 15 bei den Damen. Der Hersteller nennt dazu einen Zielwert von mindestens 90 Prozent EU-Anteil an der Produktion und als Stand 93 Prozent.

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